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Badischer Rahmkuchen

Immer, wenn wir in die Heimat von meinem Schatzi fahren, was leider viel zu selten vorkommt, dann gibt es zwei kulinarische Köstlichkeiten, von denen auf der Hinfahrt immer schon geschwärmt wird. Das ist zum einen Gelbwurst, die vornehm blasse Brühwurst-Schwester der Lyoner, die man bei uns im Münsterland nur gelegentlich mal beim Metzger bekommt, und den Kindheitserinnerungen weckenden Kuchen überhaupt, nämlich Rahmkuchen.

Leider gibt es die kleine Bäckerei in Maximiliansau, in der es den leckersten und fluffigsten Rahmkuchen gab, und für den die Leute am Wochenende regelmäßig bis auf die Straße Schlange standen, schon lange nicht mehr. Verdrängt, wie so viele kleine Einzelbetriebe im Laufe der Jahre, durch eine der größeren Ketten, in der es natürlich auch leckeres Brot und Kuchen gibt, aber halt doch nicht mit so viel Liebe und Handwerk gemacht, wie früher.

Bei unserem letzten Besuch im schönen Karlsruhe haben wir dann durch Zufall morgens beim Butterbrezel kaufen schon einen ganz leckeren Badischen Zimtrahmkuchen gefunden, was mich dann dazu inspiriert hat, mich direkt nach unserer Rückkehr selbst an einem Badischen Rahmkuchen zu versuchen. Nach einer Menge Rezepte wälzen und ein paar Versuchen steht das Ergebnis nun in Form dieses Rezeptes vor Euch. Ein wunderbar lockerer und saftiger Rahmkuchen, der nicht nur mich begeistert, sondern auch von meinem Schatzi als “genau wie der Kuchen meiner Kindheit” geadelt wurde.

Während der traditionelle deutsche Käsekuchen eher kompakt daher kommt, ist der Badische Rahmkuchen deutlich fluffiger. Er schlägt, was das angeht, sogar einen New York Cheesecake locker, wenn Ihr mir dieses kleine Wortspiel erlaubt. 🙂 Verantwortlich für diese unglaubliche Cremigkeit ist die Mischung aus Sauerrahm, Sahne und einer Menge Eiern der Füllung, die mit nur wenig Stärke abgebunden wird. Traditionell kommt oben auf den fertig gebackenen Kuchen noch eine Schicht Zucker und Zimt. Von mir hier weggelassen, da ich Zimt nicht so mag, aber Ihr könnt das natürlich so handhaben, wie Ihr möchtet. Etwas Puderzucker geht natürlich auch immer.

Das Rezept

Badischer Rahmkuchen

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Ingredients

  • Für den Boden
  • 200g Mehl
  • 75g Puderzucker
  • 110g kalte Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • Für die Rahmfüllung
  • 400g Sauerrahm
  • 200g Crème fraîche
  • 200g Sahne
  • 4 Eier
  • 25g Speisestärke
  • 100g Zucker
  • 2 TL Vanille Extrakt

Instructions

1

Ofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.

2

Mehl, Puderzucker und Salz in einer Schüssel vermengen. Die kalte Butter in Flocken und das Ei zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Teig in Klarsichtfolie für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

3

Eine 26cm Springform am Boden mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. Den Teig auf einer bemehlten Fläche etwas größer als die Form ausrollen und in die Backform legen. Ränder andrücken, damit ein etwa 3cm hoher Rand entsteht. Den Boden dann noch mit einer Gabel mehrmals einstecken.

4

Die Zutaten für die Füllung in einer großen Schüssel zu einer glatten Masse verrühren und in die Form füllen. Auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen, bis die Masse fest ist und die Oberfläche goldbraun. Den Kuchen im ausgeschalteten Backofen noch 10 Minuten ruhen lassen, dann herausnehmen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

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Florentiner

Zugegeben, für die Weihnachtsbäckerei bin ich mit meinem Rezept für Florentiner Kekse jetzt schon ein “klein wenig” spät dran. Macht aber nichts, wie ich finde! Für mich sind Florentiner jetzt eh nicht so das typische Weihnachtsgebäck, wie sagen wir mal Lebkuchenherzen, Christstollen oder Spekulatius. Und außerdem komme ich immer erst kurz nach Weihnachten so richtig in Weihnachtsstimmung. Egal wie also, Florentiner gehen für mich immer!

Woher sie genau stammen, konnte ich auch nach längerer Recherche nicht mit hundertprozentiger Gewissheit sagen. Dem Namen nach würde man sie wohl am Ehesten nach Florenz verorten und das liest man auch in recht vielen Rezepten. Anscheinend sind Florentiner aber anderen Quellen nach in Italien recht unbekannt. Den Zutaten und der Herstellungsweise nach scheint das Ursprungsrezept dann auch eher aus Frankreich zu stammen. Weit verbreitet sind sie auch in Süddeutschland als traditionelles Weihnachtsgebäck. Wie oben schon gesagt, dort anscheinend ja, für mich nicht! 🙂

Ein wirkliches Originalrezept gibt es deswegen auch nicht wirklich und im Netz finden sich die unterschiedlichsten Varianten. Nach einigem herumprobieren habe ich mich bei meinem Rezept für die Zutaten und Herangehensweise entschieden, die ich als die klassischste deklarieren würde, wenn ich denn was zu sagen hätte: Mandelblättchen, mit gestiftelten Mandeln für etwas mehr Crunch, vermengt mit einer Art Sahnekaramell. Goldbraun gebacken im Ofen, in nicht zu großen Häufchen. Die Unterseite mit Zartbitter überzogen. Kleingehackte kandierte Früchte könnte man auch noch hinzufügen, ohne meiner Meinung nach vom Weg der klassischen Florentiner abzuweichen. Aber da ich die nicht so gerne mag, bei mir doch lieber ohne.

Das Ergebnis hat dann auf jeden Fall alles, was meiner Meinung nach ein gutes Plätzchen ausmacht. Nicht zu viele Zutaten und so einfach in der Herstellung, dass nur wenig schiefgehen kann. Trotzdem toller Geschmack nach süßem Honig und gerösteten Mandeln. Außen knusprig, innen aber noch schön weich. Von der Größe her geht so ziemlich alles, von winzig klein bis hin zu etwa handtellergroß oder auch die Masse auf ein Backblech gestrichen und dann nach dem Backen in Rauten geschnitten. Meine Florentiner liegen größentechnisch so etwa in der Mitte.

Kleiner Tipp noch zum Schluss: Sollten sie Euch beim Backen etwas zu stark verlaufen, kann man sie direkt nach dem Backen wieder etwas zusammenschieben. Solange sie noch warm sind klappt das ganz gut.

Florentiner

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Ingredients

  • 100 g brauner Zucker
  • 40 g Honig
  • 60 g Butter
  • 75 g Sahne
  • 150 g Mandelblättchen
  • 50g gestiftelte Mandeln
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 100 g Zartbitter Kuvertüre

Instructions

1

Zucker, Honig, Butter und Sahne in einem kleinen Topf verrühren, einmal aufkochen und die Masse dann für weitere 3-4 Minuten köcheln lassen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst het. Es dürfen keine Zuckerkörner mehr zu erkennen sein.

2

Dann die Mandeln hinzufügen und alles gut vermischen, bis eine homogene Masse entsteht.

3

Mit zwei kleinen Löffeln kleine Mandelberge auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech formen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Umluft: 160 Grad) ca. 15 Minuten goldgelb karamellisieren lassen.

4

Die Florentiner nach dem Backen ganz auskühlen lassen. Wenn sie zu weit auseinander gelaufen sind, kann man sie solange sie noch etwas warm sind wieder etwas zusammenschieben.

5

Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die ausgekühlten Florentiner von unten damit bestreichen. Zurück aufs Backpapier legen, bis die Kuvertüre hart geworden ist. Fertig!

Notes

Wer möchte, kann in die Mandelmasse noch ein paar kleingehackte kandierte Früchte geben. Persönlich nicht ganz so mein fall, finden viele Leute aber auch lecker.

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Kürbisbrownies

Passend mit dem kalendarischen Herbstanfang hat bei uns auch das Wetter direkt nachgezogen und die letzten schönen Tagen wurde direkt ersetzt durch dauerhaftes nasskaltes Schmuddelwetter. So schade wie es auch ist, dass der Sommer jetzt endgültig vorbei ist, freue ich mich genusstechnisch schon unbändig auf die herbstliche Küche, mit all dem, was unser Garten jetzt noch zu bieten hat.

An vorderster Front stehen da dieses Jahr unsere Kürbisse, die endlich einmal wirklich gut geraten sind. Sowohl vom Geschmack, wie auch vor der Anzahl her. Gut, 7-8 Kürbisse klingen jetzt wahrscheinlich für die echten Hobby-Gemüsegärtner unter Euch vielleicht nicht nach bombastischer Ernte, sind aber schon eine deutliche Steigerung gegenüber dem einen (!) Kürbis, den wir letztes Jahr hatten. 🙂

Wir haben dieses Jahr sowohl Hokkaido, als auch Butternut gepflanzt, das bringt uns sicherlich nicht komplett über den Winter, sollte aber sicherlich für das eine oder andere leckere Rezept mit Kürbis reichen. Ich verrate Euch jetzt mal ein kleines Geheimnis, denn eigentlich esse ich Kürbis pur gar nicht so gerne. Wenn, dann muss es schon immer etwas besonderes sein, und den Anfang mache ich heute mit einem Rezept für schön saftige Kürbisbrownies. Konnte ich mir erst gar nicht so wirklich geschmacklich zusammen vorstellen, Kürbis und Brownies, ist aber wirklich oberlecker … und toll aussehen tut es auch noch.

Kürbis im Kuchen ist nicht so Euer Ding? Dann probiert doch einfach mal die Kürbissuppe mit Chorizo und Croutons. Etwas Schärfe durch die gebratenen Chorizoscheiben gepaart mit der leichten Süße von Kürbis und Kokosmilch. Ebenfalls wirklich lecker und leider auch das einzige andere Kürbisrezept, dass ich momentan auf meinem Blog noch zu bieten habe. Hab ich ja schon erwähnt, nur ein Kürbis letztes Jahr, da waren die Mittel halt auch beschränkt. Denn am meisten Spaß macht mir das Kochen dann doch mit den Produkten direkt aus dem eigenen Garten.

Aber jetzt zum Rezept für unsere Kürbisbrownies:

Kürbisbrownies

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Ingredients

  • Für den Kürbisteig:
  • 200 g Hokkaido-Kürbis
  • 100 g Frischkäse
  • je eine Prise Zimt, Muskat und Piment
  • Für den Brownieteig:
  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 2 Eier
  • 125 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zimt
  • Butter oder Backtrennspray für die Form

Instructions

1

Kürbis waschen, entkernen und in etwas größere Stücke schneiden. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und den Kürbis darin kochen, bis er weich ist. Das sollte, je nach Größe der Stücke, ca. 10-15 Minuten dauern.

2

Abgießen und den abgetropften Kürbis mit einem Stabmixer (alternativ im Bulletmixer) pürieren.

3

Das Kürbispürree abkühlen lassen, dann mit Frischkäse vermischen und mit einer Prise Zimt, Muskat und Piment abschmecken.

4

Die Zartbitterschokolade grob hacken und zusammen mit der Butter in einem Wasserbad zum Schmelzen bringen.

5

Etwas abkühlen lassen und dann nacheinander Zucker, Salz und die beiden Eier einrühren.

6

Zum Schluss noch Mehl und Zimt hinzugeben und zu einem glatten Teig verrühren.

7

Backofen auf 175° (155° Umluft vorheizen).

8

Eine kleine, Rechteck-Kuchenform (ca. 25x25) Mit Trennspray oder Butter gut einfetten, den Brownieteig hineingeben und glattstreichen.

9

Zum Schluss die Kürbismasse mit einem großen Löffel auf dem Brownieteig verteilen und mit einer Gabel etwas unterziehen und ungleichmässig marmorieren.

10

Im vorgeheizten Ofen 25-30 Minuten backen. Die fertigen Brownies sollten noch schön saftig, aber nicht zu feucht sein. Abkühlen lassen, aus der Form nehmen und in kleine Stücke schneiden. Fertig!

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Kirsch Crumble mit Crunch

Kirsch Crumble

Kirsch Crumble ist eines meiner Lieblingsdesserts und kommt während der Kirschsaison bei uns regelmäßig auf den Tisch. Natürlich nicht nur, weil es so einfach zu machen ist, sondern vor allem, weil es so unglaublich lecker ist. Saftige Kirschen mit, Knuspermüsli sei Dank, extra-knusprigen Streuseln. 🙂

Bisher haben wir unsere Kirschen jedes Jahr von einer Freundin bekommen, die ein riesiges Monster von Kirschbaum ihr eigen nennt. Dort haben wir uns bisher immer großzügig mit echt leckeren Kirschen bedienen können. Seit letztem Jahr haben wir ja nun endlich unseren eigenen Garten in einer Kleingartenanlage, unter anderem auch mit einem kleinen Kirschbaum.

Eine echte Frühsorte, wie wir festgestellt haben. Was nicht nur Vorteile hat, wie sich herausgestellt hat, denn wenn man die ersten reifen Kirschen in der ganzen Anlage hat, dann finden das nicht nur die Nachbarskinder toll, sondern auch alle Vögel, und der Baum war quasi über Nacht so schnell abgegrast, dass für uns nicht mehr viel übrig war. Ok, nächstes Jahr dann also doch Netz drüber. Man lernt ja aus seinen Niederlagen. 🙂

Aber grad in solchen Situationen zahlt es sich aus, wenn man nette Gartennachbarn hat, die einen dann mit Kirschen versorgen. So brauch ich auch dieses Jahr nicht auf meinen Kirsch Crumble aus (naja, fast zumindest) eigenen Kirschen verzichten. Und es war auch genug, um noch ein paar weitere Kirsch-Köstlichkeiten zu kochen, wie Kirsch-BBQ Sauce und auch noch etwas Kirschmarmelade. Rezepte dazu gibts dann demnächst. 🙂

Kirsch Crumble
Kirsch Crumble

Aber jetzt zum Rezept. Natürlich nicht, um Euch noch ein paar weitere Backrezepte ans Herz zu legen, die auch prima in die Beerensaison passen:

Kirsch Crumble mit Crunch

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Ingredients

  • 350g Kirschen
  • 75g Weizenmehl
  • 25g brauner Zucker
  • 50g weiche Butter
  • 100g Schoko-Knuspermüsli

Instructions

1

Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze (160° Umluft) vorheizen.

2

Die Kirschen gründlich waschen und entsteinen und dann in eine Auflaufform geben (Ø 26 cm).

3

Dann Mehl, Zucker und Butter in eine Rührschüssel geben und mit einem Mixer oder der Küchenmaschine (am besten mit Rührstäben) zu Streuseln verarbeiten.

4

Jetzt Knuspermüsli hinzugeben und unterheben.

5

Zum Schluss die Streusel auf den Kirschen verteilen und auf mittlerer Schiene ca. 25 Minuten backen.

6

Noch warm mit etwas Sahne oder einer Kugel Vanilleeis servieren. Schmeckt aber auch kalt 🙂

Kirsch Crumble
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Johannisbeertarte mit Creme Fraiche

Mit unseren Kirschen und Pflaumen hatten wir dieses Jahr wirklich kein Ernteglück. Die Kirschen sind voll den Vögeln zum Opfer gefallen, das ist wohl der Fluch, wenn man die ersten reifen Kirschen in der ganzen Anlage hat, und die Pflaumen haben zum Anfang der Blüte einmal Frost gekriegt und waren auch ein Totalausfall.

Aber an der Beerenfront hatten wir wirklich Ertrag. Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren und insbesondere Johannisbeeren in allen Farben. Die roten schmecken mir dieses Jahr am besten. Sei es als Gelee, Sirup und natürlich auch in dieser leckeren Johannisbeertarte mit Creme Fraiche, bei der sich die Süße vom Guss mit der feinen Säure der Beeren ideal ergänzen.

Inspiriert hat mich für mein Rezept übrigens der Felsenbirnen Beeren Kuchen mit Schmand von Ina Isst, aber Felsenbirnen Beeren sind doch gar nicht so leicht zu bekommen. Deswegen hab ich das Rezept leicht abgewandelt zu einer Johannisbeertarte. Denn, wie schon oben erwähnt, von denen hatte ich noch reichlich.

Johannisbeertarte mit Creme Fraiche

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Ingredients

  • Für den Teig:
  • 300g Mehl
  • 140g kalte Butter
  • 50g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • Für den Guss:
  • 200g Creme Fraiche
  • 100g Quark
  • 3 Eier
  • 60g brauner Zucker
  • Mark einer Vanilleschote
  • 400g Johannisbeeren

Instructions

1

Die Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig dann dünn in eine mit Backpapier ausgelegte oder eingefettete Form drücken. Damit der Boden gleichmäßig wird, nehme ich einen kleinen Teigroller, den Rand forme ich dann mit den Händen. Die Form solange wir den Guss machen in den Kühlschrank stellen, damit der Teig nicht zu weich wird.

2

Den Ofen auf 200° Umluft (210°C Ober-/Unterhitze) vorheizen.

3

Alle Zutaten bis auf die Johannisbeeren in einer Schüssel zu einem glatten Guss verrühren. Johannisbeeren von den Stielen abzupfen, gut waschen und dann vorsichtig unter den Guss unterheben.

4

Guss auf dem kalten Tarteboden verteilen und im Backofen für 35-40 Minuten backen, bis die Tarte goldgelb ist.

Wie ich ja nicht müde werde zu erwähnen, bin ich nicht der größte Bäcker vor dem Herrn. Wer sich aber trotzdem ein paar meiner anderen Backrezepte anschauen möchte, hier gehts lang!

Und keine Bange, wenn ich backe hapert es am Ende nicht am Geschmack, sondern eher am Aussehen. Und da ich mir bewusst bin, dass ich in meinem Leben wohl kein begnadeter Zuckerbäcker oder meisterlicher Konditor mehr werde, sind meine Backrezepte dafür auch immer ziemlich einsteiger-freundlich. Kekse und Blechkuchen an die Macht! 🙂

Backen/ Desserts

Lamingtons

Wenn es ein Nationalgebäck in Australien gibt, dann sind das wohl Lamingtons. Kleine Kuchenwürfel aus Rührkuchen mit Schokoguss und Kokosraspeln. Locker, süß und unglaublich saftig.

Zugegeben, zur australischen Küche fällt mir spontan nicht wirklich viel ein. Die Liebe der Australier zu allem was mit BBQ zu tun hat wohl am ehesten noch. Und natürlich Vegemite, dieser eigenartige Brotaufstrich aus Hefe-Extrakt, den man entweder liebt oder hasst. Dazwischen gibts nicht. Wen es interessiert, ich find ihn fürchterlich … 🙂

Auf Lamingtons gekommen bin ich ganz durch Zufall, durch einen kleinen Einspieler über den australischen Nationalfeiertag, bei dem ich kurz beim Zappen hängengeblieben bin.

“Australia Day” wird übrigens immer am 26. Januar gefeiert, dem Ankunftstag der First Fleet in der Bucht von Sydney im Jahre 1788. Die First Fleet war die erste Schiffsflotte mit Strafgefangenen, die zur Besiedlung aus England nach Australien aufbrach.

In diesem Filmchen war auf jeden Fall die Rede von Lamingtons, kleinen Kuchenwürfeln mit Kokos, die man traditionell zum nachmittäglichen Tee reicht. Das hat mich dann zu einer kleinen Recherche inspiriert und am Ende landete dann dieser wohl typischste aller australischen Kuchen auf meiner “Ausprobieren-Rezeptliste”.

Den Namen Lamingtons verdanken die kleinen Kokos-Kuchenwürfel übrigens Charles Cochrane-Baillie, 2. Baron Lamington, der um 1900 herum Gouverneur von Queensland war und bei dem sie das erste Mal in Australien serviert wurden. In vielen Balkanländern gibt es übrigens ein ganz ähnliches Gebäck namens Čupavci, vielleicht kennt sie der eine oder andere von Euch ja deswegen bereits schon.

Egal ob Lamingtons oder Čupavci, die kleinen Dinger sind auf jeden Fall unglaublich lecker und sie haben bei uns nicht besonders lang gehalten. Ich hab auf jeden Fall schon Order bekommen, gleich die nächste Ladung zu machen! 😉

Zwei kleine Tipps für die Herstellung habe ich auch noch, bevor es mit dem Rezept losgeht:

  • Der Bisquitboden ist ziemlich weich und bröselt deswegen leicht, wenn man ihn frisch aus dem Ofen mit dem Guss überzieht. Idealerweise macht man den Bisquit deswegen einen Tag vorher. Sollte das zeitlich nicht möglich sein, kann man sich auch mit dem Trick behelfen, den ich bei Nagi von Recipetineats gelesen habe: einfach den Boden für eine Stunde ins Gefrierfach legen.
  • Schokoguss plus Kokosraspel gibt außerdem leicht eine ziemliche Schmiererei, wenn man nicht aufpasst. Das gehört aber irgendwie zum Lamingtons machen dazu. Nimmt man zwei Gabeln um sie im Guss zu wälzen, hält sich das aber in Grenzen.

Aber nun endlich zum Wichtigsten, dem Rezept:

Lamingtons

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Ingredients

  • Für den Teig
  • 125 g weiche Butter
  • 220 g Zucker
  • Mark von 1/2 Vanilleschote
  • 3 Eier
  • 260 g Weizenmehl
  • 3 TL Backpulver
  • 125 ml Milch
  • Für den Guss
  • 250 g Puderzucker
  • 4 EL Kakao
  • Mark von 1/2 Vanilleschote
  • 240 ml kochendes Wasser
  • 1 EL flüssige Butter
  • 200 g Kokosraspel

Instructions

1

Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160° Umluft) vorheizen.

2

Butter, Zucker und Vanille zusammen schaumig schlagen.

3

Eier eines nach dem anderen zugeben und dabei konstant weiterschlagen, damit eine leichte Masse entsteht.

4

Mehl mit dem Backpulver mischen und zusammen mit der Milch zur Masse geben, dabei alles weiter aufschlagen.

5

Teig in eine mit Backpapier ausgeschlagen oder gefettete Form geben und auf mittlerer Schiene ca. 25 Minuten backen.

6

Wenn die Stäbchenprobe zeigt, dass der Boden gar ist, herausnehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

7

Für den Guss den Puderzucker, den Kakao und das Vanillemark mischen, dann das heiße Wasser und die flüssige Butter unterrühren. Er sollte idealerweise eine sirupartige Konsistenz haben.

8

Zum Schluss die in etwa 5 cm große Würfel geschnittenen Boden von allen Seiten in den Guss tauchen, danach in Kokosraspeln wälzen und auf einem Kuchengitter trocknen lassen.

9

Je nach Belieben kann man sie dann entweder direkt so essen oder auch halbieren und mit Marmelade und etwas Sahne füllen. Schmeckt beides fantastisch!

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Backen/ Desserts

Dutch Baby

Zugegeben, Dutch Baby ist schon ein relativ eigenartiger Name für diese luftige amerikanische Variation unseres schönen Pfannkuchens und die weiteren Namen unter dem er in den USA bekannt ist, wie Bismarck oder Dutch Puff (weil er so schön aufgeht und nicht etwa, weil man ihn in dem gleichnamigen Etablissement so gerne isst :)) sind auch nicht wirklich besser. Aber lecker ist er wirklich und eigentlich auch ganz schnell und ohne ausgefallene Zutaten gemacht.

Der Legende nach wurden sie irgendwann in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in einem kleinen Familienbetrieb namens Manca’s Cafe in Seattle serviert und erlangten in den 60ern durch einen Artikel im damals recht bekannten Magazin Sunset dann landesweite Bekanntheit.

Mit Holland zu tun hat ein Dutch Baby jetzt nicht wirklich etwas. Zu ihrem Namen gekommen sind die im Ofen gebackenen Pfannkuchen der Legende nach, weil eine der Töchter des Besitzers “deutsch” nicht richtig hat aussprechen können und am Ende wurde dann aus deutsch irgendwie dutch und der Dutch Baby Pancake, bzw. kurz Dutch Baby war geboren!

Frei nach dem Motto des deutschen Fussballphilosophen Andy Möller:“Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien!”

 

Ganz klassisch ist Dutch Baby ein süßes Frühstück, dass man traditionell mit Puderzucker bestreut und mit etwas Zitrone und Butter serviert. Der Kreativität und Experimentierfreude sind hier aber keine wirklichen Grenzen gesetzt und man kann sich mit den verschiedensten Toppings nach Lust und Laune austoben. Beerenfrüchte passen zum Dutch Baby ganz prima, entweder gibt man sie nach dem Backen drüber oder gleich mit rein in den Teig, das finde ich noch leckerer oder man kann ihn auch pikant machen, Rukola und Parmaschinken hinterher drauf finde ich sehr lecker oder auch Tomate und Schafskäse direkt in den Teig rein.

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Backen

Bananenbrot mit Pecannüssen

Ich weiß nicht, ob ich der Einzige bin, dem es so geht, aber beim Bananen kaufen liege ich bei der Menge immer total daneben, egal wie viele ich kaufe. Wenn ich nur 2-3 kaufe, dann habe ich auf einmal den totalen Bananen-Heißhunger und sie sind 5 Minuten nach dem nach Hause kommen schon verputzt und ich könnte noch ne ganze Bananenstaude essen, mit allem drum und dran. Kauf ich dann aber beim nächsten Mal ne ganze Hand, dann esse ich höchstens eine und die anderen liegen dann so lange rum, bis sie Am Ende so braun und matschig sind, dass ich sie nicht mehr so essen mag. Aber für Bananenbrot sind sie jetzt ideal!

Dabei darf man sich vom Namen nicht täuschen lassen, denn Bananenbrot ist nämlich gar kein Brot, sondern ein sehr saftiger Rührkuchen. Das Rezept ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA entstanden, um überreife Bananen nicht wegwerfen zu müssen, weil diese früher sehr teuer waren. Und noch heute ist Banana Bread eine praktische und vor allem sehr leckere Möglichkeit, überreife Bananen zu verarbeiten, für all die, die nicht auf Bananen-Milchshakes stehen. Das ist zumindest das Einzige andere, was ich mit meinen überreifen Bananen sonst noch anfange. Oder habt Ihr noch andere Ideen? Lasst es mich einfach in den Kommentaren wissen!

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Erdnuss-Snickerdoodles

Holidays are coming, holidays are coming …  im Süßigkeitenregal im Supermarkt ist ja gefühlt schon seit Monaten Weihnachten, aber wenn im Fernsehen das erste Mal die Werbung für diese koffeinhaltige Brause mit den von vorne bis hinten beleuchteten roten Trucks läuft, dann ist bei uns die Weihnachtssaison und damit die “Kekse backen” Zeit sozusagen offiziell eingeleitet.

Wer meine Rezepte einigermaßen regelmäßig verfolgt, weiß natürlich, dass ich zwar gerne Backerzeugnisse aller Art esse, aber meine Begabung dann doch eher im Kochen und nicht im Backen liegt. Für alles, was gebacken wird und etwas aufwändiger ist (also alles was mehr als drei Zutaten oder zwei Arbeitsschritte hat :P) kann ich Gott Sei Dank auf meine Geheimwaffe in Person von meinem Schatzi zurückgreifen. Ich beschränke mich also auf den gelegentlichen Rührkuchen, einfaches Brot und diese Kekse hier, die ich seit kurzem in mein Repertoire aufgenommen habe.

Snickerdoodles sind im Grunde nicht viel mehr als simple Zucker-Kekse – einfache Kekse mit wenigen Zutaten, die dann nicht komplett durchgebacken und deswegen schön weich sind. Bestreut werden sie traditionell in einer Zucker-Zimt Mischung. Da ich aber Zimt nicht so mag, habe ich das Rezept ein klein wenig gepimpt und eine Erdnuss-Variante gemacht, die dann noch in Kuvertüre getaucht und mit fein gehackten gesalzenen Erdnüssen bestreut werden. Erinnert beim Reinbeißen dann geschmacklich an Snickers … mhhh, lecker!

 

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