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Chicken Stew – Hähnchen Schmortopf

Chicken Stew

Chicken Stew ist Comfort Food vom Feinsten. Saftiges Hühnerfleisch, dazu dann noch ordentlich Gemüse und Kartoffeln in einer schmackhaften Soße. Davon kann ich gar nicht genug bekommen!

Und was mir, neben dem Geschmack natürlich, dieses Chicken Stew so sympathisch macht, ist das es ohne überkandidelte Zutaten auskommt und man auch kein Meisterkoch sein muss, um am Ende ein äußerst schmackhaftes Gericht auf dem Teller zu haben. Das einzige, was ein Stew wie dieses wirklich braucht, ist Zeit. Es ist nunmal ein typisches Schmorgericht und damit nichts, was man erst kocht, wenn einen der Hunger schon überkommt.

Dafür verliert das Chicken Stew beim Aufwärmen aber auch nichts, ganz im Gegenteil. Eine große Portion davon machen und gleich zwei bis drei Tage davon zu essen ist deswegen das, was ich normalerweise mache. Dann lohnt sich auch die Schmorzeit von nicht ganz zwei Stunden auch.

Und wer sich jetzt fragt, warum ich jetzt ein klassisches Schmorgericht nach dem Anbraten im Backofen fertig gare … ich mag einfach die wabblige Haut beim Huhn nicht, die man beim Schmoren im Topf bekommt. Deswegen rein in den Backofen, das Huhn oben rausgucken lassen und am Ende Deckel ab. So kriegt man schön knusprige Haut, fast wie bei Backhähnchen. Wem das egal ist, der kann natürlich einfach alles auf dem Herd machen.

Lust auf mehr Schmorgerichte? Wie wäre es dann mit einem der folgenden Rezepte?

Chicken Stew - Hähnchen Schmortopf

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Serves: 4-5 Cooking Time: 2h

Ingredients

  • 1 EL Olivenöl
  • 1.5 kg Hühnerschenkel
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 4 große Karotten
  • 4 Stängel Staudensellerie
  • 2 EL Mehl
  • 200 ml Weißwein
  • 750 ml Hühnerbrühe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 3 Stiele Thymian (alternativ 1 TL getrockneten Thymian)
  • 2 TL Worcestershire Sauce
  • 2 Lorbeerblätter
  • 600g kleine Kartoffeln

Instructions

1

Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2

Gemüse schälen, die Zwiebeln vierteln, Staudensellerie und Karotten in 2-3cm große Stücke schneiden.

3

Hühnerteile mit Salz und Pfeffer würzen. Bei großen Schenkeln mit viel Rückenstück oder wenn man ein ganzes Hähnchen verwendet, dieses am Besten zerteilen, damit man es leichter handhaben kann.

4

Öl in einem großen Topf oder Bräter erhitzen und die Hühnerteile darin von allen Seiten anbraten. Dann herausnehmen und beiseite stellen.

5

Im Bratfett die Zwiebeln und den Knoblauch anschwitzen, bis die Zwiebeln glasig sind.

6

Die Karotten und den Staudensellerie hinzugeben und alles weiter 2-3 Minuten anbraten.

7

Den Wein hinzugeben und unter ständigem rühren weiterkochen, bis fast keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist und dann das Mehl einrühren.

8

Tomatenmark, Worcestersauce, Brühe, sowie den Thymian und Lorbeerblätter hinzugeben und alles gut einrühren, damit sich das Tomatenmark auslöst.

9

Jetzt die Hühnerteile zurück in den Bräter geben. Sie sollten dabei so viel wie möglich aus der Soße herausschauen, das sorgt für eine schöne krosse Haut.

10

Mit Deckel im Backofen für 45 Minuten bei 180° garen.

11

Ist diese Zeit um, den Deckel abnehmen, die geschälten und halbierten (sehr große Kartoffeln vierteln) Kartoffeln hinzufügen und weitere 40 Minuten im Ofen backen.

12

Nach dieser Zeit sollten die Kartoffeln gar und das Huhn eine schöne krosse Haut haben. Ist die Soße noch zu flüssig, kann man sie noch mit etwas Speisestärke oder Mehl in kaltem Wasser angerührt binden.

Notes

Wer lieber ohne Alkohol kocht, nimmt statt dem Weißwein einfach mehr Hühnerbrühe.

Beilagen

Stampfkartoffeln

Ich schreibe ja selten Rezepte nur für Beilagen, aber bei Stampfkartoffeln mache ich, ohne auch nur eine Sekunde zu überlegen, eine Ausnahme, denn sie sind einfach sooo lecker … und außerdem sind sie nicht nur Beilage, denn Stampfkartoffeln sind schon für sich eine fantastische Mahlzeit.

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Westfälisch

Lippischer Pickert

Als gebürtiger Lipper, den es zwar mittlerweile ins Ausland verschlagen hat, na gut, nicht wirklich Kontinente weit weg, sondern “nur” ins Münsterland, gibt es ein Gericht aus meiner Heimat, das ich hier nicht wirklich kriege und selbst eigentlich viel zu selten mache, und das ist Lippischer Pickert.

Wer mit diesem Namen jetzt nicht wirklich viel anfangen kann, entweder weil er kein Lipper ist – es sei Euch verziehen – oder weil er bei einem Besuch im herrlichen Lipperland keinen Pickert kredenzt bekommen hat, dem soll dann jetzt sofort Erleuchtung erlangen:

Lippischer Pickert ist ein pfannkuchenartiges Gericht, in dem, wie man das bei einem Pfannkuchen nicht erwartet, außer Mehl, Milch und Eier, zusätzlich noch Kartoffeln und Hefe enthalten sind. Eigentlich einst ein “Arme Leute Essen” in Lippe und den umliegenden Gegenden, in denen aufgrund des kargen, sandigen Bodens nicht besonders viel angebaut werden konnte und der einfache Bewohner auf wenige und vor allem einfache Lebensmittel zurückgreifen musste, ist er heute so etwas wie das lippische “Nationalgericht”. Damals wurde er deswegen auch oft aus den Zutaten gemacht, die so ziemlich jeder Haushalt zur Verfügung hatte, oft Buchweizenmehl anstelle von normalem Mehl, ohne teure Lebensmittel, wie Rosinen und Zucker, Pickert mit Rosinen galt schon als “Neureichenpickert”, und gebacken wurde er direkt auf der heißen Platte des mit Torf oder Holz geheizten Herds, die mit einer Speckschwarte eingerieben wurde.

Statt des torfbefeuerten Herds tut es heute natürlich auch eine gute Pfanne, wer hat nimmt eine aus Gusseisen, Rosinen gehören traditionell heutzutage in den Teig und zum Lippischen Pickert gehört neben einer guten Tasse Kaffee etwas Butter und Rübenkraut oder, auch wenn das eventuell für den einen oder anderen eigenartig klingt, Lippische Leberwurst. Wer sich das nicht vorstellen kann, einfach mal probieren, da der Pickert an sich nicht wirklich süß ist, geht das sehr gut zusammen. Wer möchte, kann ihn natürlich auch mit Marmelade bestreichen oder auch ganz ohne essen.

Lippischer Pickert

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Serves: 4

Ingredients

  • 500 g Kartoffeln
  • 500 g Mehl
  • 300 ml lauwarme Milch
  • 5 Eier Größe M
  • 1 Würfel Hefe (42 g)
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Rübenkraut
  • 50 g Rosinen
  • Öl zum Ausbacken

Instructions

1

Rübenkraut und Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und 20 min. gehen lassen.

2

In der Zwischenzeit Kartoffeln schälen und fein reiben. Je feiner, desto besser.

3

Kartoffeln, das Hefe-Milch Gemisch, Mehl und Eier zusammen mit 1 TL Salz in einer großen Schüssel zu einem dickflüssigen Teig vermischen und an einem warmen Ort ca 1,5h gehen lassen, bis sich der Teig ungefähr verdoppelt hat.

4

Ist der Teig schön gegangen, die Rosinen zugeben und alles noch einmal gut durchrühren.

5

Öl in einer Pfanne erhitzen und den Teig goldbraun zu kleinen Puffern ausbacken. Warm servieren. Traditionell dazu serviert wird Rübenkraut und/oder Lippische Leberwurst und eine Tasse Kaffee.