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Chicken Jalfrezi mit Gurken Raita

Generell mag ich ja sowohl die indische, wie auch die englische Küche sehr. Deswegen ist Chicken Jalfrezi für mich sowas wie ein Homerun, oder eher ein Boundary, um einen eher typisch englischen Sportbegriff aus dem Cricket zu verwenden, anstelle mich beim amerikanischen Baseball zu bedienen.

Dabei mag ich eigentlich eher die relativ milden Gerichte wie ein Butter Chicken oder auch mal ein leckeres Biryani und die eher schärferen Sachen, wie ein Vindaloo oder auch ein Madras Curry kommen mir normalerweise nicht ins Haus bzw. an den Gaumen. Für Chicken Jalfrezi mache ich da aber so ein klein bisschen eine Ausnahme, weil es zwar eine gewisse Schärfe besitzt, die aber dann doch nicht so stark ist, dass ich am Ende außer „scharf“ gar nichts mehr schmecke. Und wenn es mir am Ende dann doch einmal zu viel wird, greife ich beherzt zu einem Löffel der leckeren Gurken Raita, die hervorragend geeignet ist, um die Schärfe wieder zu neutralisieren.

Was ist Chicken Jalfrezi?

Chicken Jalfrezi ist ein Curry auf Tomatenbasis, das mit Huhn, Paprika und Zwiebeln zubereitet wird.

Im Gegensatz zu den meisten traditionellen Currys werden die Zutaten für das Jalfrezi schnell unter rühren gebraten, anstelle sie wie bei den meisten anderen Currys über einen längeren Zeitraum zu schmoren oder zu dünsten. Chicken Jalfrezi besitzt deswegen eine dicke, halbtrockene Konsistenz und hat normalerweise viel weniger Soße als ein klassisches Hühnercurry. Der Paprika im Jalfrezi hat außerdem auch noch deutlich mehr Biss als das Gemüse in anderen Currys.

Chicken Jalfrezi - mattkocht.de
Chicken Jalfrezi – mattkocht.de

Woher stammt Chicken Jalfrezi?

Chicken Jalfrezi hat, zumindest verglichen mit vielen anderen indischen Gerichten, keine besonders lange Tradition in Indien. Das Rezept stammt aus der britischen Raj-Ära und wurde von den Köchen der damaligen Raj Herrscher entwickelt, um übergebliebene Braten- und Fleischreste mit der von Chinesen eingeführten Kochtechnik des scharfen Anbratens unter konstantem Rühren (stir fry) weiter zu verwerten.

Denkt man hierzulande bei indischem Essen wohl zuerst an Gerichte wie Chicken Tikka Masala, Butter Chicken oder auch Tandoori Chicken, ist Chicken Jalfrezi aufgrund seiner Kolonialgeschichte im Vereinigten Königreich deswegen auch viel bekannter und beliebter als hier bei uns.

Welche Beilagen passen zu Chicken Jalfrezi?

Dazu passt eigentlich die gesamte Palette an Beilagen, die man gerne zu indischen Currys reicht. Reis darf meiner Meinung nach auf keinen Fall fehlen, wer es etwas aufwändiger mag, dem empfehle ich indischen Biryani Reis zu machen. Dann natürlich fluffiges Naan Brot, um auch noch den letzten Rest Soße aus der Schüssel zu kriegen. Das gibt es heute zwar auch schon in normalen Supermärkten bei uns zu kaufen, aber lässt sich auch wirklich fix und unkompliziert selbst in der Pfanne machen. Nicht so ganz mein Favorit und ein klein wenig aufwändiger als Naan, weil sie frittiert werden müssen, sind Papadams. Gut passen tun sie zu Currys aber natürlich trotzdem.

Und jetzt kommen wir endlich zum Rezept für Chicken Jalfrezi. Danke an alle, die bis hierher durchgehalten (oder auch den Direkt zum Rezept Button verwendet) haben. 🙂

Das Rezept

Chicken Jalfrezi mit Gurken Raita

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Ingredients

  • Für das Chicken Jalfrezi
  • 400 g Hühnerfleisch
  • 2 rote Zwiebeln
  • 3 Paprika (je 1 rot, gelb und grün)
  • 2 Tomaten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 grüne Chilischote
  • 2 EL Ghee (alternativ ein neutrales Öl, wie Raps oder Sonnenblumenöl)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100 ml Wasser
  • 1 TL Paprika rosenscharf
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Garam Masala
  • Salz
  • etwas frischen Koriander zum Garnieren
  • Für das Gurken Raita:
  • 200 g Naturjoghurt
  • 1/2 Salatgurke
  • 1/2 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/4 Bund Koriander
  • 1/4 Bund glatte Petersilie
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • Salz, Pfeffer

Instructions

1

Hühnerfleisch in grobe Würfel schneiden, Paprika und Tomaten würfeln, Zwiebeln und Knoblauchzehe schälen und fein hacken, Chilischote entkernen und ebenfalls fein hacken.

2

Ghee in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Dann den Knoblauch und Chili hinzugeben und eine Minute weiterdünsten.

3

Als nächstes die gewürfelten Paprika hinzugeben und anbraten, bis sie anfangen, weich zu werden. Sie dürfen aber noch ein wenig Biss haben.

4

Dann die Gewürze hinzugeben und anrösten, bis sie einen intensiven Duft verströmen. Die Hitze dabei ein wenig zurücknehmen, damit die Gewürze nicht verbrennen, denn sie werden sonst sehr schnell bitter.

5

Nun das Tomatenmark hinzugeben und noch ca. eine Minute weiterbraten, dann die gehackten Tomaten und das Wasser hinzugeben und alles einmal aufkochen.

6

Als letztes das Hühnerfleisch hinzugeben und alles bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist. Das sollte je nach Größe der Fleischwürfel so 8-10 Minuten dauern.

7

Während das Jalfrezi kocht, kann man die Zeit nutzen und für das Gurken Raita Gurke und Zwiebeln schälen und fein würfeln. Dann alles mit Joghurt, Zitronensaft und Gewürzen vermischen und zum Schluss die gehackten Kräuter unterrühren.

8

Ist das Fleisch gar, alles noch mit Salz abschmecken und direkt vor dem Servieren mit frischem Koriander garnieren.

Notes

Chicken Jalfrezi ist eigentlich ein relativ trockenes Curry. Möchtet Ihr trotzdem mehr Soße, dann etwas mehr Wasser oder auch passierte Tomaten hinzufügen. Als Beilage passt wie oben schon gesagt am besten Reis oder auch Naan oder Papadums.

Chicken Jalfrezi - mattkocht.de
Chicken Jalfrezi – mattkocht.de
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Butter Chicken – Murgh Makhani

Butter Chicken - mattkocht.de

Butter Chicken war sozusagen mein Einstieg in die indische Küche und es ist auch heute noch eines meiner Lieblingsgerichte aus der Region. Dadurch das das Huhn vorher in Joghurt und Limettensaft mariniert wird, bleibt es schön saftig, die Sauce ist dank der Butter und Sahne fantastisch cremig und es ist auch nicht zu scharf, trotzdem aber würzig. Und man braucht auch keine allzu ausgefallenen Zutaten. Bis auf Garam Masala eventuell, aber auch das gibt es heutzutage im Gewürzregal der meisten Supermärkte zu kaufen, ohne dass man sich gleich einen Asia-Supermarkt suchen muss.

So wie Butter Chicken fast schon zu einem Synonym für die indische Küche geworden ist, müsste man jetzt eigentlich annehmen, dass es sich dabei um ein jahrhundertealtes Traditionsrezept handelt. Dem ist aber in der Tat nicht so. Erfunden wurde Butter Chicken nämlich erst in den 1950ern in einem Restaurant namens Moti Mahal in Neu-Delhi erfunden. Das Restaurant gibt es auch heute noch, obwohl es mittlerweile den Besitzer gewechselt hat, und es ist für sein Butter Chicken immer noch berühmt.

Butter Chicken – mattkocht.de

Wie so oft bei Rezepten, die später zu Klassikern wurden, war auch Butter Chicken das Ergebnis eines Versuchs, aus verschiedenen Resten, in diesem Fall Tandoori Chicken und Tomatensauce, noch etwas Leckeres zu zaubern. Und man muss sagen, dass dies Kundan Lal Gujral, denn so hieß der Erfinder des Butter Chickens wohl, in der Tat gelungen.

Obwohl Butter Chicken wahrscheinlich eines, wenn nicht gar das bekannteste indische Gericht ist, hat die indische Küche noch so viel mehr zu bieten. Die schiere Größe des Landes, die unterschiedlichen Religionen mit ihren ganz eigenen Essensvorschriften und die Einflüsse von Außen über die Jahrhunderte, von arabischen Händlern bis hin zur Kolonialzeit der Engländer ergeben eine tolle und wirklich breitgefächerte Küche. Ich arbeite momentan daran, dass sich diese Vielfalt auch in meinen Rezepten widerspiegelt. Für den Beginn, schaut Euch doch einfach auch mal das Rezept für Chicken Tikka Masala an oder alternativ das auch sehr leckere Hyderabadi Biryani.

Aber nun erst einmal zum Rezept für Butter Chicken!

Das Rezept

Butter Chicken - Murgh Makhani

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Ingredients

  • Für die Marinade
  • 500 g Hühnerbrust
  • Saft von 1/2 Limette
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprika, rosenscharf
  • 100 g Joghurt
  • 1 Stück Ingwer, daumengroß
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Garam Masala
  • Für das Curry
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 500g passierte Tomaten
  • 50 g Butter
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1 TL Zimt
  • 1 EL Honig
  • 200 g Sahne
  • einige Korianderblätter zum Garnieren

Instructions

1

Als erstes die Hähnchenbrust würfeln.

2

Dann die Knoblauchzehe und den Ingwer schälen und fein hacken und zusammen mit den weiteren Zutaten für die Marinade (Limettensaft, Salz, Paprika, Joghurt und Garam Masala) vermengen. Das Fleisch mit der Marinade mischen und wenn möglich über Nacht, aber mindestens 3 Stunden ziehen lassen.

3

Am nächstens Tag dann einen Esslöffel der Butter in einer Pfanne erhitzen, das Fleisch aus der Marinade nehmen und von allen Seiten anbraten. Achtet darauf, dass die Hitze dabei nicht zu hoch ist, damit die Marinade nicht verbrennt. Den Rest der Marinade nicht wegschütten, den brauchen wir gleich noch.

4

Das Fleisch dann herausnehmen und für einen Moment zur Seite stellen.

5

Jetzt die Zwiebel schälen und würfeln.

6

Nun die restliche Butter in die Pfanne geben, die Zwiebel darin glasig andünsten. Den Honig hinzugeben und weitere 2 Minuten weiter dünsten.

7

Dann die restlichen Gewürze hinzugeben, kurz mit anrösten und anschließend mit den passierten Tomaten aufgießen. Nun noch die restliche Marinade hinzugeben, alles noch einmal gut durchrühren und abgedeckt 15-20 Minuten köcheln lassen.

8

Zum Schluss die Sahne und das Hühnerfleisch zurück in die Pfanne geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und noch weitere 5 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch heiß geworden ist.

9

Mit etwas gehacktem Koriander garnieren und mit Reis oder Naan Brot servieren. Guten Appetit!

Butter Chicken – mattkocht.de
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Mango Chicken Curry

Tage wie heute, nass, kalt und trüb, sind ja normalerweise ideales Eintopf-Wetter. Und ich mag ja alle Arten von Eintöpfen, Stews, kräftige Suppen und alles, was in diese Richtung geht. Aber an Tagen so wie heute, wo neben dem tagelangen Trübsal-Wetter auch noch alles ziemlich kacka suboptimal läuft, da steht mir dann doch manchmal der Sinn nach etwas Exotik und sozusagen ein wenig Sonne auf dem Teller, wenn Ihr versteht, was ich meine. 🙂

Da trifft es sich natürlich gut, dass man mich mit Curries bzw. der indischen Küche generell sowieso schon ziemlich schnell begeistern und an genau an solchen Tagen ist dann Mango Chicken eines meiner Go-To Gerichte. Ja, genau. Nicht Butter oder Tandoori Chicken, keins der tollen Dals, die die indische Küche so zu bieten hat, sondern Mango Chicken! Toll fruchtig und süß durch die Mangos, schön cremig durch die Kokosmilch, aber trotzdem mit einer leichten Schärfe. Aber auch nicht zu viel, denn ich bin ja bekennender Schärfe-Schwächling. 🙂 Was Euch aber nicht hindern soll, den Schärfegrad individuell anzupassen, indem Ihr mehr Curry Paste hinzugebt oder auch mit etwas getrocknetem Chili nachhelft.

Mango Chicken Curry - mattkocht.de
Mango Chicken Curry – mattkocht.de

Habt Ihr jetzt auch spontan Lust bekommen auf noch ein paar mehr Curries? Dann probiert dich einmal das deutlich schärfere Thai Curry mit Huhn und Kürbis. Oder mögt Ihr es lieber fleischlos? Dann ist vielleicht Mattar Paneer etwas für Euch, ein indisches Erbsen-Curry mit selbst hergestelltem Frischkäse anstelle von Fleisch. Ja, genau. Den Käse machen wir selber. Das klingt aber komplizierter, als es ist. Ich schwör! Wenn Euch das trotzdem jetzt abschreckt, dann hätte ich auch noch dieses echt unkomplizierte vegane Linsen-Süßkartoffel Curry. Passt ja auch grad gut in die Zeit, von wegen Veganuary und so … 🙂 Ich ess ja wirklich gerne Fleisch, aber das finde ich auch wirklich lecker! Aber nun endlich zum Mango Chicken Rezept:

Das Rezept

Mango Chicken Curry

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Ingredients

  • 400 g Hühnerbrust
  • 2 Mangos
  • 1 rote Paprika
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Öl
  • 2 EL gelbe Currypaste
  • 1 TL Koriander, gemahlen
  • Salz, Pfeffer
  • Korianderblätter zum Garnieren

Instructions

1

Mangos schälen, entkernen und das Fruchtfleisch würfeln. Die eine Hälfte der Mangowürfel zusammen mit der Kokosmilch in ein hohes Gefäß geben und mit einem Stabmixer pürieren. Die andere Hälfte zur Seite stellen.

2

Hühnerbrust würfeln, Zwiebeln schälen und ebenfalls würfeln, Paprika entkernen und in schmale Streifen schneiden, Knoblauch schälen und fein hacken.

3

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln zusammen mit dem Knoblauch 1-2 Minuten anschwitzen. Die Paprikastreifen, sowie die Currypaste und den gemahlenen Koriander hinzugeben und weitere 3-4 Minuten anbraten. Dann die gewürfelte Hühnerbrust hinzugeben und unter gelegentlichem Rühren weitere 5 Minuten weiterbraten.

4

Als letztes die Mango-Kokosmilch und die restlichen gewürfelten hinzugeben, gut umrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und für weitere 10 Minuten bei niedriger Hitze leicht köcheln lassen. Mit gehacktem Koriander garnieren und zusammen mit Reis oder auch Naan Brot sevieren.

Mango Chicken Curry - mattkocht.de
Mango Chicken Curry – mattkocht.de

Geflügel

Chicken Stew – Hähnchen Schmortopf

Chicken Stew

Chicken Stew ist Comfort Food vom Feinsten. Saftiges Hühnerfleisch, dazu dann noch ordentlich Gemüse und Kartoffeln in einer schmackhaften Soße. Davon kann ich gar nicht genug bekommen!

Und was mir, neben dem Geschmack natürlich, dieses Chicken Stew so sympathisch macht, ist das es ohne überkandidelte Zutaten auskommt und man auch kein Meisterkoch sein muss, um am Ende ein äußerst schmackhaftes Gericht auf dem Teller zu haben. Das einzige, was ein Stew wie dieses wirklich braucht, ist Zeit. Es ist nun einmal ein typisches Schmorgericht und damit nichts, was man erst kocht, wenn einen der Hunger schon überkommt. Wahres Anti-Fastfood also!

Chicken Stew – mattkocht.de

Dafür verliert das Chicken Stew beim Aufwärmen aber auch nichts, ganz im Gegenteil. Eine große Portion davon machen und gleich zwei bis drei Tage davon zu essen ist deswegen das, was ich normalerweise mache. Dann lohnt sich die Schmorzeit von nicht ganz zwei Stunden auch. 

Und wer sich jetzt fragt, warum ich jetzt ein klassisches Schmorgericht nach dem Anbraten im Backofen fertig gare … auf die Idee hat mich ein Rezept von Nagi von Recipetineats gebracht. Wir haben, was das angeht, die gleichen Vorlieben und mögen beide die wabblige Haut beim Huhn nicht, die man beim Schmoren im Topf auf dem Herd bekommt. Deswegen rein in den Backofen, das Huhn oben rausgucken lassen und am Ende Deckel ab und am Ende hat man dann schön knusprige Haut, fast wie bei einem Backhähnchen, obwohl es ein Stew ist. Wem das egal ist, der kann natürlich einfach alles auf dem Herd machen. Funktioniert auch prima!

Chicken Stew – mattkocht.de

Das Rezept

Chicken Stew - Hähnchen Schmortopf

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Serves: 4-5 Cooking Time: 2h

Ingredients

  • 1 EL Olivenöl
  • 1.5 kg Hühnerschenkel
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 4 große Karotten
  • 4 Stängel Staudensellerie
  • 2 EL Mehl
  • 200 ml Weißwein
  • 750 ml Hühnerbrühe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 3 Stiele Thymian (alternativ 1 TL getrockneten Thymian)
  • 2 TL Worcestershire Sauce
  • 2 Lorbeerblätter
  • 600g kleine Kartoffeln

Instructions

1

Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2

Gemüse schälen, die Zwiebeln vierteln, Staudensellerie und Karotten in 2-3cm große Stücke schneiden.

3

Hühnerteile mit Salz und Pfeffer würzen. Bei großen Schenkeln mit viel Rückenstück oder wenn man ein ganzes Hähnchen verwendet, dieses am Besten zerteilen, damit man es leichter handhaben kann.

4

Öl in einem großen Topf oder Bräter erhitzen und die Hühnerteile darin von allen Seiten anbraten. Dann herausnehmen und beiseite stellen.

5

Im Bratfett die Zwiebeln und den Knoblauch anschwitzen, bis die Zwiebeln glasig sind.

6

Die Karotten und den Staudensellerie hinzugeben und alles weiter 2-3 Minuten anbraten.

7

Den Wein hinzugeben und unter ständigem rühren weiterkochen, bis fast keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist und dann das Mehl einrühren.

8

Tomatenmark, Worcestersauce, Brühe, sowie den Thymian und Lorbeerblätter hinzugeben und alles gut einrühren, damit sich das Tomatenmark auslöst.

9

Jetzt die Hühnerteile zurück in den Bräter geben. Sie sollten dabei so viel wie möglich aus der Soße herausschauen, das sorgt für eine schöne krosse Haut.

10

Mit Deckel im Backofen für 45 Minuten bei 180° garen.

11

Ist diese Zeit um, den Deckel abnehmen, die geschälten und halbierten (sehr große Kartoffeln vierteln) Kartoffeln hinzufügen und weitere 40 Minuten im Ofen backen.

12

Nach dieser Zeit sollten die Kartoffeln gar und das Huhn eine schöne krosse Haut haben. Ist die Soße noch zu flüssig, kann man sie noch mit etwas Speisestärke oder Mehl in kaltem Wasser angerührt binden.

Notes

Wer lieber ohne Alkohol kocht, nimmt statt dem Weißwein einfach mehr Hühnerbrühe.

Und wenn Euch das Rezept jetzt Lust auf mehr Schmorgerichte und Eintöpfe gemacht hat, dann habe ich da natürlich auch noch ein paar andere Rezepte auf Lager!

Wie wäre es zum Beispiel mit einem echten Klassiker der französischen Küche und einem der ersten Rezepte auf meinem Blog, Boeuf Bourguinon? Oder wie wäre es mit einem kleinen Ausflug nach Griechenland mit einem leckeren Stifado? Der Ägyptische Bohneneintopf kommt bei uns auch regelmäßig auf den Tisch oder, zur Abwechslung mal ganz ohne Fleisch, Kartoffelgulasch, oder, oder, oder

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Geflügel

Hyderabadi Biryani – Indisches Hähnchen Biryani

Die indische Küche ist unglaublich vielfältig und abwechslungsreich, schon alleine wegen der unglaublichen Größe des Landes und der vielen verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Religionen, mit ihren jeweils ganz eigenen Essensvorschriften und -gewohnheiten, aus denen das heutige Indien besteht. Hinzu kommen dann noch Einflüsse von Außen, wie arabische Händler die vor Hunderten von Jahren ihre Küche mitbrachten, die Kolonialzeit der Engländer und am Ende hat man eine wirkliche spannende und breit gefächerte Küche.

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Geflügel/ Pasta

Chicken Alfredo

Italiener sind im Allgemeinen was ihre Rezepte angeht etwas ich sag jetzt mal speziell. Wer das nicht glaubt, dem empfehle ich als Test, aber nur auf eigene Gefahr :), einfach Mal Spaghetti mit einer Käse-Sahne Soße und am besten noch etwas Kochschinken zu kochen und das dann mit dem Hashtag #carbonara online zu stellen. Vorher aber bitte den Schützengraben ausheben nicht vergessen, in dem man sich vor dem Mob wütender Italiener verschanzen kann, die einem für die Bastardisierung eines Klassikers am liebsten an den Hals springen würden. 🙂

Ich bin ja eigentlich auch ein Freund der Klassiker, die man eigentlich nicht verändern sollte, aber was wäre eine gute Regel, wenn man sie nicht auch einmal brechen würde. Also, betrachtet Euch jetzt ausdrücklich vorgewarnt, denn dies ist nicht das Rezept für klassische Fettucine Alfredo oder al burro, in seiner modernen Form um 1900 herum von einem italienischen Koch namens Alfredo di Lelio kreiert, sondern sozusagen eine gepimpte, amerikanisierte Version.

Butter und Parmesan sind natürlich immer noch enthalten, das Huhn natürlich auch, aber dazu kommt noch eine gehörige Menge Sahne. Abgerundet wird das Ganze dann noch mit getrockneten Tomaten und frischem Blattspinat und garniert mit noch etwas mehr Parmesan, weil viel hilft viel, und ein paar Baconstreifen oder Schinkenwürfeln. Angeblich wurden Fettucine Alfredo von Di Lelio als Versuch erfunden, seiner Frau nach einer schweren Geburt wieder schneller zu Kräften zu helfen. Das klappt mit meiner Chicken Alfredo Version erst Recht. Da reicht glaube ich schon anschauen und man legt zu. 😉 Wer möchte, kann natürlich versuchen an den Kalorien etwas zu sparen, z.B. in dem man einen Teil der Sahne durch Milch und/oder Saure Sahne ersetzt, aber ich bin da eher kein Fan von. Wenn schon, denn schon!

Chicken Alfredo

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Ingredients

  • 250 g Linguini (oder Fettucine)
  • 2 Hühnerbrüste
  • 2 EL Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 125 ml Weißwein
  • 125 ml Hühnerbrühe
  • 300 ml Sahne
  • 75 g geriebener Parmesan
  • 100g Blattspinat
  • 1 Tüte (100 g) getrocknete Tomaten
  • Salz, Pfeffer
  • 50 g Baconwürfel

Instructions

1

Pasta in einem großen Topf mit gesalzenem Wasser nach Packungsanweisung kochen, bis sie noch etwas mehr Biss als al Dente haben.

2

Während die Pasta kocht, Hühnerbrüste in der Höhe halbieren (damit sie schneller durch sind) und von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Den Knoblauch schälen und fein Würfeln. Die Getrockneten Tomaten in Streifen schneiden.

3

In einer großen Pfanne die Baconwürfel auslassen, herausnehmen und zur Seite stellen. In der gleichen Pfanne 1 EL Butter zerlassen, die Hühnerbrüste von beiden Seiten goldbraun anbraten, herausnehmen und etwas ruhen lassen und dann mit zwei Gabeln in kleine Teile reißen.

4

Den Rest der Butter in die Pfanne geben und den Knoblauch leicht bräunen. Dann den Weißwein zugeben und mit ihm den Bodensatz in der Pfanne lösen und ihn dann etwas reduzieren lassen.

5

Sahne, Hühnerbrühe, Parmesan und getrocknete Tomaten zugeben, einmal aufkochen und dann bei mittlerer Hitze 4-5 Minuten köcheln lassen, bis die Soße anfängt einzudicken.

6

Jetzt die abgetropfte Pasta, das kleingerissene Huhn und den Spinat zufügen und alles miteinander vermengen. Ist die Soße zu sehr eingedickt, noch etwas Wasser vom Pastakochen oder Milch hinzufügen, das macht es dann wieder cremiger.

7

Vor dem Servieren noch mit etwas mehr geriebenem Parmesan und den Baconwürfeln garnieren. Guten Appetit!

Geflügel

Chicken Tikka Masala

Gerade läuft im Fernsehen England gegen Panama bei der Fussball WM – „meine“ Engländer schlagen sich heute gegen deutlich unterlegene und etwas unfair spielende Panamaer übrigens wirklich gut, aber das nur nebenbei – und passend dazu, wenn auch nicht wirklich geplant, koche ich gerade eines der beliebtesten englischen Gerichte, nämlich Chicken Tikka Masala.

Hä? Wat? Ja, genau. Englische Küche besteht eben nicht nur aus Fish and Chips, Pies oder Braten mit schweren Soßen, sondern durch die koloniale Vergangenheit und die vielen Einwanderer aus dem indischen Raum sind Curries in England unglaublich beliebt. Und unter den Curries ist Tikka Masala das beliebteste, was ca. 25% des Umsatzes der englischen Curry-Houses ausmacht, ist damit also ungefähr so beliebt wie bei uns die Currywurst oder der Döner.

Die Entstehung von Chicken Tikka Masala ist, wie bei so vielen berühmten Gerichten, durchaus umstritten. Klar ist auf jeden Fall, dass es ein relativ modernes Gericht ist, das erst in der Nachkriegszeit in Großbritannien, wahrscheinlich in Glasgow, entstanden ist. Es handelt sich bei Tikka Masala also um ein Curry aus in einer Joghurtmarinade eingelegten Hähnchenstücken, die wie das traditionelle indische Chicken Tikka in einem Tandoorofen gegrillt, dann aber in einer würzigen Tomatensauce mit Reis oder Naanbrot serviert werden.

Egal wer es nun genau erfunden hat und ob es nun aus direkt aus Indien stammt oder eben nicht, ist es zusammen mit Butter Chicken eines meiner Lieblingsgerichte aus der indischen Küche, egal ob mit Reis oder Naan-Brot. Hauptsache viel leckere Soße muss dabei sein.

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Geflügel

Gefüllte Hühnerbrust mit Tomaten und Spinat

Dieses Jahr sind wir das erste Mal unter die Gemüsegärtner gegangen und bauen auf einem kleinen Streifen ungenutztem Land auf dem Grundstück einer Freundin – danke nochmal dafür Kerstin! – alles mögliche an Obst und Gemüse an.

Und so langsam, wenn man stolz die ersten richtigen Erträge präsentiert, aus denen man sich dann etwas leckeres kochen kann, fängt das Leben als Hobby Charles Ingalls auch an, richtig Spaß zu machen! Am Ende des Tages bin ich doch lieber Koch, als Hobby-Gemüsegärtner! 🙂

Als wir dann heute heimkamen, mit ein paar Möhren, Tomaten und einem Korb voll Blattspinat und Mangold im Gepäck, fiel mir ein Bild ein, was ich vor ein paar Tagen auf Instagram gesehen habe, von mit Spinat gefüllten Hühnerbrüsten auf einem Bett gebratener Möhren und da war mir sofort klar, was es heute bei uns zu Essen geben würde:

 

 

 

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Geflügel/ Pasta

Puten-Pfanne mit Knöpfle und Brokkoli

Normalerweise versuche ich ja, wann immer möglich meine Pasta selbst zu machen, aber nachdem wir so ziemlich das ganze Wochenende an unserem zukünftigen Gemüsegarten herumgewerkelt haben, bin ich jetzt a) zu geschafft , hab b) außerdem Rücken und c) bin ich auch kein Schwabe und Spätzle bzw. Knöpfle liegen mir deswegen nicht im Blut, also durfte es heute auch einmal schnell und mit möglichst wenig Aufwand gehen. Ich gebs zu, die Knöpfle sind deswegen nicht selbst gemacht, sondern selbst gekauft. 🙂

Das Ergebnis lässt sich trotzdem einigermaßen sehen und ist deutlich leckerer, als die etwas uninspirierten Bilder vermuten lassen. Wirklich gute Foodbilder machen ist ja eh schon nicht so wirklich meine Stärke, aber wie schon gesagt … Rücken … Aua … da war mehr dann nicht drin. 😛

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Geflügel/ Pasta

Tagliatelle mit cremigem Parmesan-Spinat Huhn

Manchmal, ganz selten, wenn die Planetenkonstellation stimmt, die Götter wohlwollend auf einen herabschauen und einem die Sterne gewogen sind, gibt es diesen ganz speziellen Moment, wo man auf der Suche nach einem Rezept für Zutat XY (in meinem Fall war das Hühnerbrust) feststellt, dass man nicht nur quasi alles benötigte schon da hat, sondern auch wirklich alles Angefangene im Kühlschrank, ja aber auch wirklich alles, aufbrauchen kann.

Und heute hatte ich dann das erste Mal seit langem wieder einmal den 6er im Kühlschrank-Reste-Verwerten Lotto … sogar mit Zusatzzahl, denn bombastisch geschmeckt hat es dann auch noch! Und so verwandelten sich, inspiriert durch ein Rezept von Alyssa von The Recipe Critic, alle offenen Reste in meinem Kühlschrank plus ein paar Gewürze in nicht einmal einer halben Stunde zu dieser unglaublich leckeren Komposition, bestehend aus einer herrlich cremigen Parmesan-Sahnesoße, Spinat, Tomaten und Hühnerbrust.

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