Browsing Category

Pasta

Pasta/ Rind

Ragù Classico Bolognese

Wenn man die Leute hierzulande nach ihrem italienischen Lieblingsgericht fragt, dann steht neben Pizza sicher Spaghetti Bolognese ganz weit oben. In Italien allerdings, und erst recht in Bologna, wird man aber aller Wahrscheinlichkeit nach entweder nur mit großen Augen angeschaut, oder sofort als Tourist entlarvt, wenn man sich eine Portion bestellen würde. Denn in Italien wird Ragù alla Bolognese, wie es dort genannt wird, traditionell nur mit breiten oder kurzen Nudeln serviert, weil es an diesen besser haftet, als an dünnen Runden Pastasorten, wie z.B. Spaghetti.

Nachdem wir damit als erstes die Frage geklärt haben, welche Nudeln sich am besten für Bolognese eignen, bleibt nun noch zu klären, was nun genau das klassische Rezept für eine traditionelle Bolognese überhaupt ist.

Die erste dokumentierte Erwähnung einer italienischen Fleischsauce, die zu Nudeln serviert wird, stammt aus dem späten 18. Jahrhundert aus Imola, in der Nähe von Bologna, ohne allerdings schon den heutigen Namen zu besitzen. Dieser wurde erst durch Pellegrino Artusi, der von vielen als Begründer der italienischen Nationalküche angesehen wird, geprägt, der in seinem Kochbuch “La scienza in cucina e l’arte di mangiar bene” im Jahre 1819 erstmals ein Rezept für “Maccheroni alla bolognese” veröffentlichte.

Das heutige Ragù alla Bolognese, das traditionell mit Tagliatelle und Lasagne assoziiert wird, unterscheidet sich mittlerweile etwas von Artusis Rezept. Es gibt wohl so viele Bolognese-Variationen, wie es Köche gibt, aber das 1982 von der italienischen Accademia della Cucina  bei der Handelskammer von Bologna registrierte Rezept für authentisches Ragù alla Bolognese, ist wohl das, was man heute als Originalrezept ansehen kann und auch das, an was ich mich halte. Nicht nur, weil ich sowieso ein Freund klassischer Rezepte bin, sondern auch, weil es so gut schmeckt, dass man auch nicht wirklich etwas verändern muss.

Die Zutaten mögen sicher den einen oder anderen von Euch überraschen, denn es enthält nicht nur Pancetta und Milch, sondern es kommen auch keine der italienischen Standard-Kräuter zum Einsatz, sondern es wird einzig und allein mit Pfeffer und Salz gewürzt. Außerdem ist ein “echtes” Ragù alla Bolognese nichts für Schnellentschlossene, denn es wird erst so richtig gut nach einigen Stunden Kochzeit.

Aber keine Panik, auch für den schnellen Nudelhunger gibt es eine prima alternative in Form der schnellen Salsiccia Bolognese, mit einer Sauce, die man in der Zeit fertig bekommt, die es braucht, um Nudeln al dente zu kochen. Beides lecker und ich mache mal das eine, mal das andere, normalerweise abhängig davon, wie viel Zeit ich gerade habe. Ach ja, und man kann beide Rezepte natürlich allen Traditionen zum Trotz auch mit Spaghetti essen! 😉

Ragù Classico Bolognese

Print Recipe
Serves: 4

Ingredients

  • 300 g grob gewolftes mageres Rindfleisch
  • 150 g Pancetta, gewürfelt
  • 50 g Karotte, fein gewürfelt
  • 50 g Stangensellerie, fein gewürfelt
  • 50 g Zwiebel, fein gewürfelt
  • 300 g geschälte Tomaten
  • 100 ml Rotwein
  • 100 ml Vollmilch
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 50 g Butter (alternativ Olivenöl)
  • Salz und Pfeffer

Instructions

1

Den gewürfelten Pancetta in einer großen Pfanne anschwitzen.

2

Nun die Butter zusammen mit dem gewürfelten Gamüse hinzugeben und alles weitere 2-3 Minuten anschwitzen.

3

Dann das Rinderhack hinzugeben und scharf anbraten.

4

Jetzt mit dem Rotwein ablöschen und unter ständigem Rühren warten, bis dieser fast komplett verkocht ist.

5

Zum Schluss die geschälten Tomaten und die Gemüsebrühe hinzu geben und das Ragù bei niedriger Hitze mindestens 2 Stunden abgedeckt köcheln lassen.

6

Kurz vor dem Servieren noch die Milch hinzu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Notes

Die Milch ist dazu gedacht, die Säure der Tomaten etwas abzumildern. Serviert man das Ragù nicht zu frischen Nudeln, kann man zusätzlich auch noch einen Schuss Sahne zufügen. Ich finde das aber nicht wirklich nötig.

Geflügel/ Pasta

Chicken Alfredo

Italiener sind im Allgemeinen was ihre Rezepte angeht etwas ich sag jetzt mal speziell. Wer das nicht glaubt, dem empfehle ich als Test, aber nur auf eigene Gefahr :), einfach Mal Spaghetti mit einer Käse-Sahne Soße und am besten noch etwas Kochschinken zu kochen und das dann mit dem Hashtag #carbonara online zu stellen. Vorher aber bitte den Schützengraben ausheben nicht vergessen, in dem man sich vor dem Mob wütender Italiener verschanzen kann, die einem für die Bastardisierung eines Klassikers am liebsten an den Hals springen würden. 🙂

Ich bin ja eigentlich auch ein Freund der Klassiker, die man eigentlich nicht verändern sollte, aber was wäre eine gute Regel, wenn man sie nicht auch einmal brechen würde. Also, betrachtet Euch jetzt ausdrücklich vorgewarnt, denn dies ist nicht das Rezept für klassische Fettucine Alfredo oder al burro, in seiner modernen Form um 1900 herum von einem italienischen Koch namens Alfredo di Lelio kreiert, sondern sozusagen eine gepimpte, amerikanisierte Version.

Butter und Parmesan sind natürlich immer noch enthalten, das Huhn natürlich auch, aber dazu kommt noch eine gehörige Menge Sahne. Abgerundet wird das Ganze dann noch mit getrockneten Tomaten und frischem Blattspinat und garniert mit noch etwas mehr Parmesan, weil viel hilft viel, und ein paar Baconstreifen oder Schinkenwürfeln. Angeblich wurden Fettucine Alfredo von Di Lelio als Versuch erfunden, seiner Frau nach einer schweren Geburt wieder schneller zu Kräften zu helfen. Das klappt mit meiner Chicken Alfredo Version erst Recht. Da reicht glaube ich schon anschauen und man legt zu. 😉 Wer möchte, kann natürlich versuchen an den Kalorien etwas zu sparen, z.B. in dem man einen Teil der Sahne durch Milch und/oder Saure Sahne ersetzt, aber ich bin da eher kein Fan von. Wenn schon, denn schon!

Chicken Alfredo

Print Recipe

Ingredients

  • 250 g Linguini (oder Fettucine)
  • 2 Hühnerbrüste
  • 2 EL Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 125 ml Weißwein
  • 125 ml Hühnerbrühe
  • 300 ml Sahne
  • 75 g geriebener Parmesan
  • 100g Blattspinat
  • 1 Tüte (100 g) getrocknete Tomaten
  • Salz, Pfeffer
  • 50 g Baconwürfel

Instructions

1

Pasta in einem großen Topf mit gesalzenem Wasser nach Packungsanweisung kochen, bis sie noch etwas mehr Biss als al Dente haben.

2

Während die Pasta kocht, Hühnerbrüste in der Höhe halbieren (damit sie schneller durch sind) und von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Den Knoblauch schälen und fein Würfeln. Die Getrockneten Tomaten in Streifen schneiden.

3

In einer großen Pfanne die Baconwürfel auslassen, herausnehmen und zur Seite stellen. In der gleichen Pfanne 1 EL Butter zerlassen, die Hühnerbrüste von beiden Seiten goldbraun anbraten, herausnehmen und etwas ruhen lassen und dann mit zwei Gabeln in kleine Teile reißen.

4

Den Rest der Butter in die Pfanne geben und den Knoblauch leicht bräunen. Dann den Weißwein zugeben und mit ihm den Bodensatz in der Pfanne lösen und ihn dann etwas reduzieren lassen.

5

Sahne, Hühnerbrühe, Parmesan und getrocknete Tomaten zugeben, einmal aufkochen und dann bei mittlerer Hitze 4-5 Minuten köcheln lassen, bis die Soße anfängt einzudicken.

6

Jetzt die abgetropfte Pasta, das kleingerissene Huhn und den Spinat zufügen und alles miteinander vermengen. Ist die Soße zu sehr eingedickt, noch etwas Wasser vom Pastakochen oder Milch hinzufügen, das macht es dann wieder cremiger.

7

Vor dem Servieren noch mit etwas mehr geriebenem Parmesan und den Baconwürfeln garnieren. Guten Appetit!

Pasta

Pasta alla Norma

Pasta alla Norma ist ein klassisches Nudelgericht aus der sizilianischen Küche, dass mit nur wenigen Zutaten auskommt und auch relativ schnell und ohne großen Aufwand gemacht ist. Ideal also für so Tage wie heute, wo einen der Nudelhunger überkommt, aber die Lust auf die große Küchenschlacht nicht so wirklich vorhanden ist, also für mehr oder weniger typische Sonntage. 😉

Und wer mich ein klein wenig kennt, hat sicher schon mitbekommen, dass ich ja sowieso ein Pasta Liebhaber bin und da insbesondere auf die klassischen Gerichte mit wenigen, dafür aber guten Zutaten, wie Spaghetti Carbonara oder Cacio e Pepe oder auch mal eine schnelle Salsiccia Bolognese.

Bekannt ist das Gericht seit dem 19. Jahrhundert und wurde, wenn man Wikipedia glaubt, nach der Oper Norma des in Catania geborenen Komponisten Vincenzo Bellini benannt. Warum genau man nun Penne mit Auberginen Norma genannt hat, darüber scheiden sich die Geister ein wenig. Entweder war der Koch, der dieses Gericht erfunden hat, so von der Oper begeistert, dass er sie deswegen Norma genannt hat oder die Oper war auf Sizilien so bekannt, dass Norma zu einem geflügelten Begriff geworden ist und so viel bedeutete wie Super oder Spitzenklasse und deswegen bekamen die Nudeln im Laufe der Zeit diesen Namen.

Sei es wie es sei, sie sind auf jeden Fall lecker!

Hauptzutat sind außer Tomaten und Nudeln, welche Nudelsorte genau auch darüber scheiden sich die Geister ein klein wenig, aber meistens werden Makkaroni oder Penne Rigate als traditionell genannt, noch Auberginen, frischer Basilikum und Riccotta Salata, auch Ricotta Stagionata genannt. Das ist nicht der frische und sehr weiche Ricotta, den wohl die meisten aus dem Kühlregal kennen, sondern etwas reiferer, der deswegen eine relativ feste Konsistenz hat, so etwa wie Feta, und der dann noch mit grobem Meersalz gesalzen wird.

Pasta alle Norma

Print Recipe
Serves: 3 Cooking Time: 40

Ingredients

  • 250g Pasta (Eure Lieblingssorte)
  • 1 kleine Aubergine
  • 400g gehackte Tomaten (Dose)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • einige Blätter Basilikum
  • 50g Ricotta Salata
  • 1 Zweig Thymian
  • etwas Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Instructions

1

Die Aubergine in kleine Würfel, oder wer möchte kann auch Scheiben nehmen, in ein Sieb legen, mit Salz bestreuen und erst einmal zur Seite stellen. Die Zwiebel und den Knoblauch ebenfalls fein würfeln.

2

Die Pasta in einem großen Topf mit gesalzenem Wasser kochen, bis sie ein klein wenig mehr Biss haben als Al Dente.

3

Während die Nulden kochen, etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel und den Knoblauch darin ca. 2-3 Min. glasig anschwitzen. Nun die Auberginenstückchen hinzugeben und für einige Minuten mit anbraten, bis sie leicht gebräunt sind.

4

Nun die gehackten Tomaten sowie den Thymian hinzugeben und alles bei mittlerer Hitze ca. 7-8 Min. einkochen. Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die gekochte Pasta nun zur Soße geben und gut vermengen.

5

Zum Schluss die Pasta in einer Schale oder tiefen Tellern anrichten und mit dem grob geriebenen Ricotta Salata sowie frischen Basilikumblättern garnieren. Guten Hunger!

Pasta/ Rind

Rinderfilet mit Paprika und Tagliatelle

Liest jemand außer mir noch diese kostenlosen Rezeptblättchen, die in so ziemlich jedem Supermarkt hinter den Kassen ausliegen? Keine Ahnung, ob ich der Einzige bin, aber was dem Apothekenbesucher seine “Rentnerbravo” ist mir die Schrot und Korn, Deine Küche, Frisch und Gut und wie sie alle heißen. Ich lese sie öfter Mal, denn manchmal findet sich unter der ganzen Werbung, die man natürlich da drin findet, auch ein ganz gutes Rezept oder eine Idee, auf die man selbst so nicht gekommen wäre oder auch eine Inspiration, die dann zu einem ganz neun und tollen Rezept führt.

Also, wenn einer von Euch für eines dieser Magazine arbeitet oder schon einmal ein Rezept in einem solchen Kundenmagazin veröffentlicht hat: Ja, Ihr werdet gelesen! Vielleicht nicht von Millionen, aber wenigstens von einem, nämlich mir. Wenn das Mal nichts ist. 🙂

Weiterlesen…

Pasta/ Schnelle Küche

One Pot Mac and Cheese Chili

Die letzten Wochen war bei mir koch-technisch so ein wenig die Luft raus und ich hatte keine wirkliche Lust, auch nur irgendwie am Herd etwas aufwändiges zu kochen. Das liegt zum einen am Wetter, ich bin für warm einfach nicht gemacht (können wir endlich wieder Winter haben, Bitteeee?!?), und dann haben wir auch das erste Mal einen Gemüsegarten angelegt und wenn man dann abends mit langen Armen nach Hause kommt, will man auch einfach nur noch was schnelles, unkompliziertes kochen.

Und genau für solche Momente hat der liebe Gott oder das Fliegende Spaghettimonster oder an wen auch sonst ihr so glaubt, One-Pot Gerichte erfunden … und das ist auch gut so! Der Aufwand hält sich in Grenzen, sowohl in der Vorbereitung, als auch beim Abwasch, es ist auch nie besonders kompliziert zu kochen und es geht im Normalfall auch recht zügig, bis man dann was Leckeres auf dem Teller hat!

Mac and Cheese Chili trifft dabei genau zwei von meinen Vorlieben, nämlich Tex-Mex und Pasta. Das ist also mehr oder weniger eines meiner Go-To-Rezepte, wenns schnell und ohne Aufwand gehen muss. Eins lasse ich mir im Normalfall aber trotz allem nicht nehmen und das ist, keine fertige Chili Gewürzmischung zu benutzen, sondern die mache ich mir dann doch selbst. Dann weiß ich nicht nur genau was drin ist, sondern kann auch die Schärfe genau nach Tagesform bestimmen. Eigentlich sitze ich ja schärfetechnisch eher am Kindertisch, aber manchmal hab ich dann doch mal einen YOLO Tag. 🙂

Weiterlesen…

Geflügel/ Pasta

Puten-Pfanne mit Knöpfle und Brokkoli

Normalerweise versuche ich ja, wann immer möglich meine Pasta selbst zu machen, aber nachdem wir so ziemlich das ganze Wochenende an unserem zukünftigen Gemüsegarten herumgewerkelt haben, bin ich jetzt a) zu geschafft , hab b) außerdem Rücken und c) bin ich auch kein Schwabe und Spätzle bzw. Knöpfle liegen mir deswegen nicht im Blut, also durfte es heute auch einmal schnell und mit möglichst wenig Aufwand gehen. Ich gebs zu, die Knöpfle sind deswegen nicht selbst gemacht, sondern selbst gekauft. 🙂

Das Ergebnis lässt sich trotzdem einigermaßen sehen und ist deutlich leckerer, als die etwas uninspirierten Bilder vermuten lassen. Wirklich gute Foodbilder machen ist ja eh schon nicht so wirklich meine Stärke, aber wie schon gesagt … Rücken … Aua … da war mehr dann nicht drin. 😛

Weiterlesen…

Pasta/ Schnelle Küche

One Pot Chicken Alfredo

Bei so warmem Wetter wie im Moment sollte man ja eigentlich etwas erfrischendes und leichtes Kochen, aber wenn bei mir der Nudelhunger zuschlägt, kenne ich keinen Feind und dann darf es auch bei Hitze eine ordentliche Portion Kohlenhydrate mit reichhaltiger Käse-Sahne Soße sein.

Fettucine Alfredo bzw. Fettucine al Burro ist ein traditionelles italienisches Pastagericht, was eigentlich nur aus Pasta, jungem Parmasan und viel Butter besteht. Die Soße entsteht allein durch die Mischung der heißen Pasta mit den wenigen Zutaten, wobei der schmelzende Käse mit der Butter dann die Soße ergibt und man höchstens noch ein paar Esslöffel Nudelwasser hinzugibt, wenn die Soße nicht genug ist.

Das moderne Fettucine Alfredo Rezept geht dabei auf Alfredo di Lelio zurück, der dieses Gericht im Restaurant seiner Mutter Angelina in Rom im Jahr 1892 das erste Mal servierte. Schnell verbreitete sich das Gericht von dort aus und erlangte auch in Amerika zu Anfang des 20. Jahrhunderts bereits Beliebtheit, dort allerdings etwas abgewandelt mit Sahne und teilweise auch anderem Käse als nur Parmesan.

Normalerweise bin ich ja durchaus ein Freund des “Klassiker sollen Klassiker bleiben” und wandele solche Gerichte nur selten ab, aber hier schlage ich mich einmal auf die Seite der amerikanisierten Version, weil mir die reichhaltige Soße so schmeckt und etwas Huhn dazu mir auch gefällt. Dazu dann noch als One Pot Gericht, so spart man auch noch beim Abspülen, denn es reicht eine große Pfanne oder ein Topf aus, Hauptsache er ist groß genug, dass die Nudeln der Länge nach reinpassen.

Weiterlesen…

Geflügel/ Pasta

Tagliatelle mit cremigem Parmesan-Spinat Huhn

Manchmal, ganz selten, wenn die Planetenkonstellation stimmt, die Götter wohlwollend auf einen herabschauen und einem die Sterne gewogen sind, gibt es diesen ganz speziellen Moment, wo man auf der Suche nach einem Rezept für Zutat XY (in meinem Fall war das Hühnerbrust) feststellt, dass man nicht nur quasi alles benötigte schon da hat, sondern auch wirklich alles Angefangene im Kühlschrank, ja aber auch wirklich alles, aufbrauchen kann.

Und heute hatte ich dann das erste Mal seit langem wieder einmal den 6er im Kühlschrank-Reste-Verwerten Lotto … sogar mit Zusatzzahl, denn bombastisch geschmeckt hat es dann auch noch! Und so verwandelten sich, inspiriert durch ein Rezept von Alyssa von The Recipe Critic, alle offenen Reste in meinem Kühlschrank plus ein paar Gewürze in nicht einmal einer halben Stunde zu dieser unglaublich leckeren Komposition, bestehend aus einer herrlich cremigen Parmesan-Sahnesoße, Spinat, Tomaten und Hühnerbrust.

Weiterlesen…

Pasta

Tagliatelle mit Linsen und Champignons

Ich bin ja eigentlich ein ausgesprochener Fleischliebhaber und Gerichte ganz ohne Fleisch kommen mir deswegen nicht ganz so oft auf den Teller bzw. in den Kochtopf. Dazu sind Linsen für mich eher etwas, was in einen deftigen Eintopf gehört, zusammen mit Speck und einer Bockwurst natürlich, deswegen war ich, als ich das Rezept auf Pastamaniac gesehen habe, zuerst einmal ein wenig skeptisch.

Es sah aber doch wirklich lecker aus und da ich, zumindest beim Kochen (ansonsten eher nicht so, aber das ist eine ganz andere Geschichte), doch immer einigermaßen experimentierfreudig bin, stand Pasta mit Linsen deswegen schon eine ganze Weile auf meinem “Muss demnächst mal ausprobiert werden” Zettel. Meine ganz persönliche Koch-Bucketlist sozusagen. Bin ich eigentlich der Einzige, der sowas hat? 🙂

Heute war es dann endlich so weit, ich hatte zufälligerweise noch frische Pasta von meinen Papardelle mit Ragu vom Wochenende da, Champignons mussten auch weg und wenigstens Linsen aus der Dose … also auf in die Schlacht! Beim nächsten Mal werde ich das Ganze aber auf jeden Fall auch noch einmal mit getrockneten Linsen probieren. Dieses Mal passte es ganz gut, denn ich hatte frische Pasta, da haben mir die Dosenlinsen einen Kochtopf gespart, aber sie waren relativ winzig, mit etwas größeren Linsen stelle ich es mir noch etwas besser vor.

Aber da ich schon von beim nächsten Mal rede, ist das Fazit von Pasta mit Linsen und Champignons wohl schon klar. Es muss nicht immer Fleisch sein, damit es lecker ist, und die Kombination von Linsen und Pasta passt doch viel besser, als ich das vorher gedacht hatte.

P.S. Pastamaniac ist als Blog übrigens wirklich eine Reise wert, insbesondere, wenn man so ein Pastaliebhaber ist, wie ich. 🙂 Wer den Blog von Sabine also noch nicht kennt, schaut einfach Mal bei ihr vorbei.

Tagliatelle mit Linsen und Champignons

Print Recipe
Serves: 2 Cooking Time: 20 min

Ingredients

  • 200g Tagliatelle
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2EL Olivenöl
  • 1 kl. Dose Linsen
  • 200g braune Champignons
  • 200ml Sahne
  • 2TL Weißweinessig
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver
  • Petersilie zum Garnieren

Instructions

1

Zwiebel und Knoblauch fein würfeln, Champignons waschen, ggfls. putzen und vierteln. Habt Ihr sehr große Champignons, dann schneidet sie lieber in Scheiben.

2

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, salzen und die Tagliatelle darin nach Packungsanweisung kochen. Sie können ruhig noch etwas mehr Biss als al Dente haben.

3

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel und den Knoblauch darin 1-2 Minuten anschwitzen. Dann die Champignons hinzugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und anbraten.

4

Jetzt mit 1 Schuss Weißweinessig ablöschen, die Sahne und die Linsen hinzugeben, alles einmal aufkochen und bei geringer Hitze etwas weiterköcheln lassen, bis eine schöne Soße entstanden ist. Ist die Soße zu sehr eingedickt, einfach ein paar Löffel Nudelwasser hinzufügen.

5

Zum Schluss die Nudeln hinzugeben und alles vorsichtig durchmischen. Ist Euch die Farbe zu blass, könnt Ihr aös letztes noch etwas Paprikapulver einstreuen und alles noch einmal vorsichtig durchschwenken.

6

Mit grob gehackter Petersilie bestreuen und sofort servieren.

Notes

Wer statt Linsen aus der Dose lieber getrocknete Linsen nehmen möchte, gibt diese einfach zu den Nudeln ins Kochwasser. Bei getrockneten Nudeln geht sich das mit der Kochzeit sehr gut aus und beides wird zusammen gar. Nur wenn Ihr frische bzw. selbstgemachte Nudeln verwendet, klappt das nicht ganz und Ihr solltet die Linsen getrennt kochen oder vorher länger einweichen.

Pasta/ Schnelle Küche

Salsiccia Bolognese

Für eine wirklich gute Bolognese würde ich, glaube ich, schon eine ganze Menge machen, zwar vielleicht nicht gerade töten, aber sowas wie Leute aus dem Weg schubsen, um schneller an meine Portion zu kommen, könnt ich mir beinah schon vorstellen … nein, nur Spaß. Ich bin eigentlich ganz lieb!

Das klassische Ragù alla Bolognese Bolognese lebt dabei nicht nur von den wenigen, dafür aber guten Zutaten, Rinderhack, Pancetta, Zwiebeln, Stangensellerie, Möhren, Tomaten und Wein, sondern vor allem braucht man dafür viel, viel Zeit. Denn so richtig gut wird eine Bolognese erst nach einigen Stunden auf dem Herd. Und diese Zeit hat man natürlich nicht immer. Vorhang auf also für die Speed Variante der Bolognese, die nicht nur aus noch weniger Zutaten besteht, sondern auch unendlich viel schneller geht und trotzdem, wie ich finde, extrem lecker ist.

Weiterlesen…