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Schwein

Pasta/ Schwein

Orecchiette mit Salsiccia und Mangold

Es heißt ja, das Eskimos über 100 Wörter für Schnee kennen. Egal ob das jetzt stimmt oder nicht, die Italiener kennen auf jeden Fall noch deutlich mehr Nudelsorten, als es Wörter für Schnee gibt. Neben denn allseits bekannten Spaghetti, Farfalle oder Makkaroni und vielleicht noch Lasagne oder Tortellini, gibt es sicher hunderte weitere Pasta Arten. Jede Region hat da ihre ganz eigenen Sorten und Formen, die oft nur für eine Handvoll spezielle Gerichte benutzt werden.

Eine dieser bei uns eher unbekannten Sorten sind Orecchiette, eine kleine Pasta Sorte aus der ganz im Süden, im Stiefelabsatz Italiens gelegenen Region Apulien. Orecchiette werden ganz klassisch nur aus Hartweizengrieß, Wasser und einer Prise Salz hergestellt und ihr Name bedeutet übersetzt so viel wie Öhrchen. Sie haben einen recht kleinen Durchmesser, ca. 2-3 cm, sind leicht geriffelt und haben eine kleine Ausbuchtung in der Mitte. Ideale Voraussetzungen also, dass sich die Pastasoße herrlich an ihnen festsetzt.

In Apulien wird diese Pasta traditionell mit Stängelkohl oder mit einer Tomatensoße gegessen, wobei es aber auch viele andere regionale Zubereitungen gibt. Stängelkohl ist bei uns nicht wirklich einfach zu bekommen, deswegen habe ich mich in meinem Rezept auf eine Tomaten-Sahnesoße mit Mangold verlegt. Als Fleischeinlage kommen lecker gewürzte Salsiccia zum Einsatz. Alternativ könnte man statt dem Mangold auch Blattspinat nehmen oder evtl. auch Grünkohl. Das werde ich als nächste Variante ausprobieren, sobald ich ihn unter dem halben Meter Schnee in unserem Garten denn dann wiederfinde. 🙂

Hat Euch das Ganze jetzt Lust auf mehr Pasta gemacht? Dann probiert doch auch einmal das Rezept für reichhaltige Chicken Alfredo. Ein klassisches Ragu Bolognese geht natürlich auch immer. Oder wie wäre es, wenn es auch mal ohne Fleisch sein darf, mit Pasta Peperonata?

P.S. Die meisten Wörter für Schnee gibt es übrigens in der schottischen Sprache mit 421. Wirklich wahr! 🙂

Orecchiette mit Salsiccia und Mangold

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Ingredients

  • 400 g Orecchiette
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 kl. Zwiebel, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 4 Salsiccia
  • 50 ml Weißwein, trocken
  • 1 kl. Dose gehackte Tomaten
  • 150 ml Sahne
  • 150 ml Milch
  • 50 g Parmesan, gerieben
  • 5 Blätter Mangold
  • Salz, Pfeffer

Instructions

1

Orecchiette in Salzwasser nach Packungsanweisung 1 Min. weniger als bissfest garen. Etwas vom Kochwasser aufbewaren, falls die Soße später zu dick wird.

2

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die gehackte Zwiebel glasig andünsten. Knoblauch zugeben und weitere 30s anbraten.

3

Die Salsiccia aufschneiden und das Brät in die Pfanne drücken. In grobe Stücke zerteilen und goldbraun anbraten. Dabei aufpassen, dass die Hitze nicht zu hoch wird, damit der Knoblauch nicht verbrennt und dadurch bitter wird.

4

Wein hinzufügen und einkochen, bis der Wein fast komplett verkocht ist.

5

Restliche Zutaten bis auf den Mangold hinzugeben, einmal kurz aufkochen und für 4-5 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.

6

Mangold waschen, trocken schütteln, die Stiele herausschneiden und die Blätter in Streifen schneiden.

7

Orecchiette und Mangold in die Soße geben und alles gut vermengen. Ist die Soße zu dick, etwas vom aufgehobenen Pastawasser hinzugeben, bis die richtige Konsistenz erreicht ist. Zum Schluss mit Pfeffer und Salz abschmecken und mit etwas Parmesan darauf servieren.

Schwein/ Westfälisch

Westfälischer Schweinepfeffer mit grünen Bohnen

Westfälischer Schweinepfeffer

Westfälischer Schweinepfeffer ist dem traditionellen Pfefferpotthast ziemlich ähnlich, wird allerdings, wie man sich beim Namen schon denken kann, mit Schwein anstelle von Rind zubereitet. In meine Version kommen dann zusätzlich noch Baconstreifen mit rein. Ansonsten gilt hier auch das gleiche, wie beim Pfefferpotthast auch: der Name ist Programm und schön pfeffrig muss es sein!

Westfälischer Schweinepfeffer
Schweinepfeffer

Dieses Jahr waren wir mit so gut wie allem, was wir in eigenen Garten angebaut haben, irgendwie ein paar Wochen zu spät dran. Das was man am Anfang vom Gartenjahr an Zeit verliert, holt man irgendwie nicht mehr wirklich auf. Deswegen werden Tomaten, Paprika und selbst die Gurken auch jetzt so langsam erst was. Aber Bohnen, die haben wir echt im Überfluss. Deswegen gibts bei uns im Moment auch so ziemlich alles mit Bohnen dazu.

Wenn Ihr das Schweinepfeffer Rezept mal ausprobieren wollt, könnt Ihr Euch aber natürlich dazu machen, was Ihr mögt. 🙂 Wie bei allen deftigen Schmorgerichten passt Rotkohl auch immer prima und es müssen natürlich auch keine Klöße sein. Salzkartoffeln, Kartoffelstampf, Nudeln jeglicher Machart oder auch nur eine Scheibe kräftiges Brot. Westfälischer Schweinepfeffer macht zu allen Beilagen eine gute Figur.

Westfälischer Schweinepfeffer

Habt Ihr jetzt Lust auf noch mehr westfälische Gerichte? Ich bin ja echter Westfale, auch stolz drauf, und esse auch gerne deftig, Gerichte aus meiner Heimat gibt es aber komischerweise doch nicht viele. Da muss ich irgendwann echt mal Abhilfe schaffen. Als gebürtiger Lipper, den es dann ins Münsterland verschlagen hat, habe ich da ja schon eine ganze Menge regionale Rezepte zur Auswahl. Aber ich schau auch immer gerne über den Tellerrand. Wenn Ihr also ein tolles westfälisches Gericht habt, das Ihr mir empfehlen könnt, dann immer her damit! 🙂

Zwei Rezepte möchte ich Euch aber jetzt schon ans Herz legen, nämlich den originalen Pfefferpotthast, eines der ersten Rezepte auf meinem Blog, und natürlich das typischte aller lippischen Gerichte, den Lippischen Pickert!

Aber jetzt genug geredet, hier kommt endlich das Rezept für meinen Westfälischen Schweinepfeffer:

Westfälischer Schweinepfeffer mit grünen Bohnen

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Ingredients

  • 500 g Schweinefleisch (Schulter oder Nacken)
  • 500 g Zwiebeln
  • 100 g Baconstreifen
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 EL Tomatenmark
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 250 ml Rotwein
  • 1 EL Mehl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/2 TL Paprika, edelsüß
  • Für die Bohnen:
  • 500 g Bohnen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 100 g Baconstreifen
  • 1 kleine Tomate
  • 1 EL Butter
  • Pfeffer, Salz
  • 1 TL Bohnenkraut

Instructions

1

Zwiebeln schälen und grob Würfeln, Schweinefleisch in gulaschgroße Würfel schneiden.

2

Schmalz im Bräter erhitzen und das Schweinefleisch darin von allen Seiten scharf anbraten. Das Fleisch dann kräftig pfeffern und salzen, aus dem Topf nehmen und für einen Moment beiseite stellen.

3

Die Baconstreifen und Zwiebeln in den Topf geben und bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind.

4

Dann das Schweinefleisch zurück in den Topf füllen, gleichmäßig mit Mehl bestäuben und unter Rühren ein bis zwei Minuten anrösten.

5

Jetzt das Tomatenmark hinzufügen und nochmal weitere ebenfalls ein bis zwei Minuten unter Rühren anbraten.

6

Danach mit dem Rotwein und der Brühe ablöschen, Lorbeerblatt und Paprikapulver hinzufügen, alles einmal aufkochen, dann den Deckel auflegen und niedriger Hitze schmoren, bis das Fleisch zart ist. Im Vergleich zu Rind ist Schwein deutlich schneller fertig, ich rechne ca. 1,5h dafür ein. Während das Fleisch schmort, hat man noch genug Zeit, die Bohnen für die Beilage fertigzumachen.

7

Bohnen waschen und putzen, wenn sie zu lang sind evtl. in der Länge halbieren und in Salzwasser bissfest kochen.

8

In der Zwischenzeit die Zwiebel fein würfeln, die Tomate entkernen und ebenfalls fein würfeln.

9

Die Butter in einem Topf zerlassen und darin Baconstreifen, Zwiebeln und Tomaten anbraten, bis der Speck leicht gebräunt und die Zwiebeln glasig sind.

10

Zum Schluss die Bohnen unterheben, mit Salz, Pfeffer und Bohnenkraut würzen und noch 4-5 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.

11

Zusammen mit dem Schweinepfeffer und einer Beilage Eurer Wahl, Kartoffeln, Knödel, Nudeln oder einfach einer Scheibe Brot servieren. Guten Appetit!

Schweinepfeffer