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Stifado – Griechischer Schmortopf

Stifado - Griechischer Schmortopf

Griechische Küche ist viel mehr als nur Gyros, Tzatziki oder Moussaka und eines dieser heimlichen griechischen Nationalgerichte ist eben Stifado. Ein herzhafter Schmortopf, der traditionell mit Rind oder Lamm, Tomaten und viel Zwiebeln zubereitet wird und durch die eingesetzten Gewürze wie Nelken, Lorbeer, Kreuzkümmel und Zimt herrlich aromatisch schmeckt.

Stifado - Griechischer Schmortopf

Der Name “Stifado”, auf griechisch στιφάδο, stammt vom italienischen Wort “stufato” ab, was übersetzt soviel wie Eintopf oder Schmortopf bedeutet. Venezianische Händler führten das Gericht im 13. Jahrhundert in der Region ein, damals aber noch ohne die heute im Gericht normalerweise immer enthaltenen Tomaten. Denn diese waren zu der Zeit in Europa noch nicht bekannt und wurden erst Jahrhunderte später aus der Neuen Welt eingeführt.

Ein klassisches Stifado besteht aus der gleichen Menge Fleisch und Zwiebeln. Wie bereits gesagt, wird als Fleischsorte normalerweise Rind bzw. Kalb oder Lamm genommen, aber auch Schwein, Kaninchen oder sogar Fisch sind heutzutage gängig. Am besten nimmt man dazu dann Perlziebeln oder auch Schalotten. In Griechenland wird zum Schmoren gerne ein roter Süßwein namens Mavrodaphni genommen. Der ist bei uns nicht ganz so leicht aufzutreiben, ein anderer, möglichst lieblicher Rotwein tut es aber auch und dem Geschmack keinen Abbruch.

Finde zumindest ich, bekanntermaßen ein Nicht-Grieche und deswegen vielleicht nicht die hundertprozentige Autorität, was diese Frage angeht. Griechen mögen mich bitte in den Kommentaren berichtigen! Hoffentlich ist das nicht so schlimm, wie Sahne oder Kochschinken in einer Carbonara zu verwenden. 🙂

Lust auf mehr aus der Abteilung Eintopf und Geschmortes, aber Griechenland ist nicht so Euer Ding? Dann probiert doch einfach mal eines der folgenden Rezepte aus.

Wie Ihr seht ist aus aller Herren Länder was dabei. Oder doch lieber eine Reise nach Griechenland mit einem leckeren Stifado? Dann kommt jetzt endlich das, auf was Ihr sicher schon gewartet habt, nämlich das Rezept! 🙂

Stifado - Griechischer Schmortopf

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Ingredients

  • 750 g Rindfleisch, grob gewürfelt (Schulter oder Nacken)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6 EL Olivenöl
  • 1 große Dose Tomaten in eigenem Saft (850 ml)
  • 4 EL Rotwein-Essig
  • 150 ml lieblicher Rotwein
  • 1 Zimtstange, 2 Lorbeerblätter , 3 Nelken
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 750 g Schalotten
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer

Rind

Chili Cheese Fries

Chili Cheese Fries

In letzter Zeit habe ich mich wirklich auf Blog ziemlich rar gemacht. Irgendwie war mir nicht so nach Bloggen. Vielleicht der momentanen Weltlage geschuldet oder auch einfach nur so eine Phase, die man schon mal hat. Gekocht habe ich natürlich trotzdem viel. Auch neue Rezepte ausprobiert und geschrieben, Schatzi als Testesser eingespannt, sogar Bilder gemacht. Aber irgendwie hat mir dann der letzte Drive gefehlt, alles zu einem Blogbeitrag zusammenzuführen. Aber damit soll es nun vorbei sein! Widmen wir uns nun also einer der wohl leckersten Fast-Food Versuchung, die ich kenne, und zwar Chili Cheese Fries!

Der Grund, warum ich meine kleine Mini-Blockade nun endlich durchbrochen habe und hier am doch recht spät gewordenen Abend noch sitze, ist im Übrigen Ina Is(s)t mit ihrem International Potluck Event auf ihrem Blog. Hä? Was ist denn nu schon wieder Potluck? Am besten lasse ich das Ina gleich selbst erklären:

Potluck bedeutet dabei, dass jeder zu einer Party ohne Absprache etwas Kulinarisches mitbringt. Übersetzt bedeutet es so viel wie „Topf Glück“. Es ist die perfekte Möglichkeit, um neue Dinge kennenzulernen. 

Ina von inaisst.de


Viele verschiedene Sachen aus aller Herren Länder, durch die man sich dann durchschlemmen kann. Wenn das mal keine tolle Idee ist, selbst wenn es, wie in diesem Fall, nur virtuell stattfindet, dann weiß ich auch nicht. Ein “Topf voll Glück” also … gut, bei meinen Chili Cheese Fries ist es wohl eher ein Blech voll Glück, aber wen die leckeren Dinger nicht glücklich machen, dem ist auch nicht mehr zu helfen! 🙂

Das erste Mal in Berührung gekommen bin ich mit Chili Cheese Fries übrigens vor vielen Jahren bei dieser einen Fastfood-Kette, der mehr oder weniger nur Hähnchen und alles was man daraus machen kann verkauft. Eine der Beilagen, die sie manchmal im Programm hatten waren eben diese Chili Cheese Fries. Und ja, auch Foodblogger stehen nicht immer selbst am Herd und gönnen sich auch mal ne Runde Fastfood vom Systemgastronomen um die Ecke. 🙂

Selbst gemacht ist aber natürlich immer besser! Zuhause gibt es sie deswegen öfter Mal nach diesem kleinen Rezept. Oder immer dann, wenn es sowieso Chili gab und am nächsten Tag noch etwas übrig ist. Aber jetzt direkt zum Rezept, sonst schaffe ich die Deadline für Inas Event nicht mehr. Es geht hier gerade sprichwörtlich um Minuten! 🙂

Chili Cheese Fries

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Serves: 4

Ingredients

  • Für die Pommes:
  • 500 g Kartoffeln, festkochend
  • 1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 Prise Cayenne
  • 1/2 TL Salz
  • 3 EL Rapsöl
  • Für das Chili:
  • 2 EL Öl
  • 400 Gramm Rinderhack
  • 1 kleine Dose Mais
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • je 1 Teelöffel Kumin, gemahlenen Koriander, Paprikapulver (edelsüß) & Oregano
  • Salz & Pfeffer
  • 100 g Cheddar
  • 1 fein gehackte Frühlingszwiebel zum Garnieren

Instructions

1

Backofen auf 180° Umluft (200° Ober-/Unterhitze) vorheizen.

2

Kartoffeln schälen und in Stifte der gewünschten Dicke schneiden. (Ich mag sie gerne etwas dicker, aber da hat ja jeder seine eigene Vorliebe). In einem Sieb unter fließend Wasser abspülen, um die überschüssige Stärke abzuwaschen. Danach gründlich trockentupfen.

3

Dann die Kartoffeln mit dem Rapsöl und den Gewürzen vermengen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech 40-45 Minuten goldbraun und knusprig backen. Nach der Hälfte der Backzeit die Pommes dabei einmal wenden.

4

Während die Pommes im Backofen sind, Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.

5

Öl in eine große, beschichtete Pfanne geben und erhitzen. Rinderhackfleisch hineingeben und anbraten. Die gehackten Zwiebeln und den Knoblauch zugeben und noch etwas mitbraten.

6

Jetzt die gehackten Tomaten, den abgetropften Mais und die Kidneybohnen hinzugeben und alles gut vermengen.

7

Nun noch die Gewürze hinzugeben und alles 15-20 Minuten bei geringer Hitze leicht köcheln lassen.

8

Jetzt die Pommes aus dem Backofen nehmen, auf dem Blech das Chili darüber verteilen und zum Schluss noch mit dem geriebenen Cheddar bestreuen. Backofen auf Grillstufe umschalten und so lange im Backofen grillen, bis der Cheddar geschmolzen ist.

9

Mit den Lauchzwiebeln garnieren und servieren. Mhh, lecker!

Notes

Natürlich muss man die Pommes nicht jedes Mal selber machen, wer darauf keine Zeit oder Lust hat ... ein Beutel gute TK Pommes tun es ausnahmsweise auch. Ich erzähl es auch keinem weiter. 😉 Anstelle von Kartoffeln sind Süßkartoffel-Fries übrigens auch eine tolle Initiative.

Asiatisch/ Rind

Paprika-Rindergeschnetzeltes mit Erdnusssauce

Leckeres Rindfleisch, cremige Erdnusssauce, viel Gemüse und nicht allzu scharf. So sieht für mich eines meiner asiatischen Lieblingsgerichte aus.

Wenn wir mal irgendwo asiatisch essen gehen, was nur relativ selten vorkommt, dann sind die Erdnusssaucen öfter Mal für meinen Geschmack eine Enttäuschung. Entweder zu dünnflüssig und null cremig, oder genau das Gegenteil und fast schon wie Pudding, oder sie haben einfach keinen Geschmack.

Dabei ist eine leckere Erdnusssauce doch wirklich so einfach zu machen und echt kein Hexenwerk. Es geht eiggentlich ganz fix und man braucht auch keinen ausgedehnten Gewürzsschrank mit irgendwelchem seltenen Kraut, dass es nur in einem kleinen Tal in Himalaya gibt und das sündhaft teuer ist, weil es nur 2 Monate im Jahr von barfüssigen nepalesischen Bauern von Hand geerntet wird. Kokosmilch, Erdnussbutter, Sojasauce, Pfeffer und Salz, bisschen rühren und das wars eigentlich auch schon. Wer es etwas scharf mag, nimmt Chiliflocken noch dazu.

Jetzt braucht es nur noch etwas, mit dem man diese Köstlichkeit dann auch genießen kann und das ist in diesem Fall ein Geschnetzeltes vom Rind mit Paprika und Lauchzwiebeln.

P.S. Es kann natürlich auch anderes Gemüse sein, da sind Eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Zu Ente schmeckt Erdnusssauce finde ich auch ganz prima, es muss also auch nicht zwingend Rind sein. Oder nur Gemüse und gar kein Fleisch. Alles kann, nichts muss! 🙂

Aber nun endlich zum Rezept:

Paprika-Rindergeschnetzeltes mit Erdnusssauce

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Ingredients

  • 300 g Rinder-Minutensteak
  • 1 gelbe Paprikaschote
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 200 g Basmati-Reis
  • 4 EL Öl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Dose Kokosmilch (400 g)
  • 4 EL Erdnussbutter
  • 3 EL Sojasoße
  • Koriander zum Garnieren

Instructions

1

Reis nach Packungsanweisung zubereiten.

2

Rindersteaks und Paprikaschoten in dünne Streifen schneiden, Lauchzwiebeln putzen und in ca. 3cm lange Stücke schneiden. Das obere Ende der Zwiebeln in feine Ringe schneiden und zum Garnieren zur Seite stellen.

3

2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und Paprika und Lauchzwiebeln darin kurz anbraten, dann herausnehmen und zur Seite stellen.

4

Das restliche Öl in der Pfanne erhitzen, das Fleisch in mehreren Portionen darin hellbraun anbraten. Dann ebenfalls herausnehmen.

5

Nun die Kokosmilch in die Pfanne geben, die Erdnussbutter hinzufügen und unter ständigem Rühren einmal aufkochen und auf kleiner Flamme 3-4 Minuten köcheln lassen, bis eine cremige Sauce entstanden ist. Nun noch die Sojasauce unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und als letztes das Gemüse und Fleisch in die Sauce geben, gut vermengen und alles noch einmal erhitzen.

6

Das Geschnetzelte zusammen mit Reis servieren, alles nach Belieben noch mit den Lauchzwiebelringen und etwas Koriander garnieren.

Notes

Das Gericht hat keine besondere Schärfe. Wer es lieber etwas Schärfer möchte, gibt zusätzlich zum Pfeffer noch etwas getrocknete Chiliflocken hinzu.

Rind/ Schnelle Küche

Sloppy Joe Sandwich

Also eins können die Amerikaner meiner Meinung nach ja und das ist Essen für auf die Faust. Essen, was man sich entweder an nem Imbisskarren direkt auf der Straße holt oder in einem dieser altmodischen 24/7 Diner, wo hinten der etwas ranzige Koch steht, der alle 5 Minuten seinen Kopp mit dem schiefen Kochschiffchen auf durch das Delivery Window steckt, um zu schauen, was so los ist. Aber wenn man morgens um 5 was reelles zu Essen braucht, nach einer harten Nacht und für das letzte Klimpergeld aus der Hosentasche, dann ist er genau dein Mann, denn er fabriziert wahre Köstlichkeiten!

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Pasta/ Rind

Ragù Classico Bolognese

Wenn man die Leute hierzulande nach ihrem italienischen Lieblingsgericht fragt, dann steht neben Pizza sicher Spaghetti Bolognese ganz weit oben. In Italien allerdings, und erst recht in Bologna, wird man aber aller Wahrscheinlichkeit nach entweder nur mit großen Augen angeschaut, oder sofort als Tourist entlarvt, wenn man sich eine Portion bestellen würde. Denn in Italien wird Ragù alla Bolognese, wie es dort genannt wird, traditionell nur mit breiten oder kurzen Nudeln serviert, weil es an diesen besser haftet, als an dünnen Runden Pastasorten, wie z.B. Spaghetti.

Nachdem wir damit als erstes die Frage geklärt haben, welche Nudeln sich am besten für Bolognese eignen, bleibt nun noch zu klären, was nun genau das klassische Rezept für eine traditionelle Bolognese überhaupt ist.

Die erste dokumentierte Erwähnung einer italienischen Fleischsauce, die zu Nudeln serviert wird, stammt aus dem späten 18. Jahrhundert aus Imola, in der Nähe von Bologna, ohne allerdings schon den heutigen Namen zu besitzen. Dieser wurde erst durch Pellegrino Artusi, der von vielen als Begründer der italienischen Nationalküche angesehen wird, geprägt, der in seinem Kochbuch “La scienza in cucina e l’arte di mangiar bene” im Jahre 1819 erstmals ein Rezept für “Maccheroni alla bolognese” veröffentlichte.

Das heutige Ragù alla Bolognese, das traditionell mit Tagliatelle und Lasagne assoziiert wird, unterscheidet sich mittlerweile etwas von Artusis Rezept. Es gibt wohl so viele Bolognese-Variationen, wie es Köche gibt, aber das 1982 von der italienischen Accademia della Cucina  bei der Handelskammer von Bologna registrierte Rezept für authentisches Ragù alla Bolognese, ist wohl das, was man heute als Originalrezept ansehen kann und auch das, an was ich mich halte. Nicht nur, weil ich sowieso ein Freund klassischer Rezepte bin, sondern auch, weil es so gut schmeckt, dass man auch nicht wirklich etwas verändern muss.

Die Zutaten mögen sicher den einen oder anderen von Euch überraschen, denn es enthält nicht nur Pancetta und Milch, sondern es kommen auch keine der italienischen Standard-Kräuter zum Einsatz, sondern es wird einzig und allein mit Pfeffer und Salz gewürzt. Außerdem ist ein “echtes” Ragù alla Bolognese nichts für Schnellentschlossene, denn es wird erst so richtig gut nach einigen Stunden Kochzeit.

Aber keine Panik, auch für den schnellen Nudelhunger gibt es eine prima alternative in Form der schnellen Salsiccia Bolognese, mit einer Sauce, die man in der Zeit fertig bekommt, die es braucht, um Nudeln al dente zu kochen. Beides lecker und ich mache mal das eine, mal das andere, normalerweise abhängig davon, wie viel Zeit ich gerade habe. Ach ja, und man kann beide Rezepte natürlich allen Traditionen zum Trotz auch mit Spaghetti essen! 😉

Ragù Classico Bolognese

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Serves: 4

Ingredients

  • 300 g grob gewolftes mageres Rindfleisch
  • 150 g Pancetta, gewürfelt
  • 50 g Karotte, fein gewürfelt
  • 50 g Stangensellerie, fein gewürfelt
  • 50 g Zwiebel, fein gewürfelt
  • 300 g geschälte Tomaten
  • 100 ml Rotwein
  • 100 ml Vollmilch
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 50 g Butter (alternativ Olivenöl)
  • Salz und Pfeffer

Instructions

1

Den gewürfelten Pancetta in einer großen Pfanne anschwitzen.

2

Nun die Butter zusammen mit dem gewürfelten Gamüse hinzugeben und alles weitere 2-3 Minuten anschwitzen.

3

Dann das Rinderhack hinzugeben und scharf anbraten.

4

Jetzt mit dem Rotwein ablöschen und unter ständigem Rühren warten, bis dieser fast komplett verkocht ist.

5

Zum Schluss die geschälten Tomaten und die Gemüsebrühe hinzu geben und das Ragù bei niedriger Hitze mindestens 2 Stunden abgedeckt köcheln lassen.

6

Kurz vor dem Servieren noch die Milch hinzu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Notes

Die Milch ist dazu gedacht, die Säure der Tomaten etwas abzumildern. Serviert man das Ragù nicht zu frischen Nudeln, kann man zusätzlich auch noch einen Schuss Sahne zufügen. Ich finde das aber nicht wirklich nötig.

Rind/ Schnelle Küche/ Wurst

Filet Americain

Wenn man nicht ganz so weit weg von der niederländischen Grenze wohnt, dann verschlägt es einen ja doch öfter mal ins Nachbarland, sei es zum Einkaufen oder auch zu einem spontanen Kurztrip. Enschede ist von uns aus ja nicht besonders weit, wenn das Outlet in Ochtrup nicht genug Auswahl hat, dann gehts auch Mal etwas weiter Weg nach Roermond, weil das Klamotten-Outlet da doch viel größer ist und mehr von meinen Lieblingsmarken hat, oder Schatzi möchte die neue Gartenbepflanzung in diesem riesigen Gartencenter in Denekamp organisieren.

Natürlich müssen dann auch immer bestimmte typisch holländische Leckereien gekauft werden, die es bei uns doch nicht so gibt und die man als “typischer Deutscher” halt so kaufen muss. Selbst wenn, so wie ich, relativ speziell ist und keinen Fisch isst (ne Portion Kibbeling gehört für mein Schatzi auf ‘nem Hollandtrip einfach dazu) und auch nicht besonders auf Lakritze steht und mit Käse bis auf höchstens Maasdammer und Gouda nur wenig anfangen kann, gibt es eines, was auch bei mir auf keinen Fall fehlen darf, nämlich eine ordentliche Portion “Filet Americain”.

Ich muss zugeben, Spezialist was die holländische Küche angeht, bin ich wirklich nicht. Gibt es sonst noch Rezepte von unseren Nachbarn, die Euch schmecken und die man wirklich mal ausprobiert bzw. nachgekocht haben muss? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Wer damit jetzt nicht so wirklich viel anfangen kann, dabei handelt es sich um das, was die Holländer und Belgier anstelle unseres Mettbrötchens essen. 🙂 Keine Ahnung, warum ich das noch nie selber gemacht habe, schwer ist es ja eigentlich nicht und ausgefallene Zutaten braucht man auch nicht, aber nachdem ich unter meinen abgespeicherten Rezepten eines von @familie.over.de.kook gestolpert bin, das ich irgendwann letztes Jahr dort mal abgelegt hatte,habe ich dann irgendwie inspiriert gefühlt und einfach mal losgelegt …

Und was soll ich sagen … braucht sich wirklich vor dem Original nicht zu verstecken. Wirklich keine Ahnung, warum ich das nicht schon längst mal gemacht habe! Und auch gar nicht schwierig, das kann man ja eigentlich nicht mal wirklich kochen nennen. Einfach rein mit allen Zutaten in die Küchenmaschine, Thermomix, Bulletmixer oder was Ihr so im Fuhrpark habt und zu einer cremigen Masse verarbeiten und das wars auch schon. “Dat is heel lekker”, wie der Holländer jetzt sagen würde! 🙂

Filet Americain

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Serves: 4 Cooking Time: 10 min.

Ingredients

  • 300 g Rindertartar
  • 2 EL Mayonaise (je mehr, desto cremiger wird das Ergebnis)
  • 1 TL mittelscharfen Senf
  • 1 TL Worcester Sauce
  • 2 1/2 TL Paprikapulver edelsüß
  • 1 TL Sriracha Sauce
  • 1 TL Ketchup
  • je 1/2 TL Pfeffer und Salz
  • etwas Knoblauchpulver (je nach Geschmack)

Instructions

1

Alle Zutaten in eine Küchenmaschine geben (oder Portionsweise in einen Bulletmixer) und auf höchster Stufe zu einer cremigen Masse verarbeiten. Fertig! Wohl das einfachste Rezept auf meinem Blog. 🙂

Notes

Schmeckt auf Brot entweder pur oder mit ein gehackten Zwiebeln, Schnittlauch, gehobeltem Parmesan oder auch als etwas luxuriöseres Sandwich mit gekochten Eiern, Rucola und Knoblauchmayo. Der Fantasie sind da nur wenig Grenzen gesetzt.

Pasta/ Rind

Rinderfilet mit Paprika und Tagliatelle

Liest jemand außer mir noch diese kostenlosen Rezeptblättchen, die in so ziemlich jedem Supermarkt hinter den Kassen ausliegen? Keine Ahnung, ob ich der Einzige bin, aber was dem Apothekenbesucher seine “Rentnerbravo” ist mir die Schrot und Korn, Deine Küche, Frisch und Gut und wie sie alle heißen. Ich lese sie öfter Mal, denn manchmal findet sich unter der ganzen Werbung, die man natürlich da drin findet, auch ein ganz gutes Rezept oder eine Idee, auf die man selbst so nicht gekommen wäre oder auch eine Inspiration, die dann zu einem ganz neun und tollen Rezept führt.

Also, wenn einer von Euch für eines dieser Magazine arbeitet oder schon einmal ein Rezept in einem solchen Kundenmagazin veröffentlicht hat: Ja, Ihr werdet gelesen! Vielleicht nicht von Millionen, aber wenigstens von einem, nämlich mir. Wenn das Mal nichts ist. 🙂

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Rind/ Suppen

Ägyptischer Grüne-Bohnen-Eintopf

Kartoffelbauer werde ich in meinem Leben wohl eher nicht, die Ausbeute an Frühkartoffeln war dieses Jahr, genauso wie letztes, eher dürftig. Trotzdem blieben am Ende zwei Körbe voll übrig; genug also für das eine oder andere leckere Gericht.

Was wir aber im Überfluss haben, das sind Bohnen und Tomaten. Mein Schatzi ist so ein klein wenig tomatenverrückt und wir haben dutzende verschiedene Sorten angebaut, von denen jetzt langsam die ersten Sorten reif sind. Tomaten haben wir deswegen jetzt schon kistenweise … und Bohnen. Es reicht vielleicht knapp nicht, um eine Hungersnot in einem kleinen Land zu besiegen, aber fast! 🙂

Also einfach mal geschaut, was man alles leckeres mit Bohnen anstellen kann, denn immer nur Bohnensalat und Bohnen mit Speck ist zwar auch lecker und esse ich auch sehr gern, aber es darf auch gerne Mal ein bisschen Abwechslung sein. “Wie wärs denn Mal mit Bohneneintopf. Schon lange keinen mehr gemacht. Hmm, vielleicht nicht gerade die richtige Jahreszeit für deftige Eintöpfe” … aber dann bin ich beim Surfen auf einen Bohneneintopf Rezept von Dr Ola’s Kitchen gestoßen. Ola ist eine Ärztin aus Ägypten, die mittlerweile in Frankfurt lebt und nebenbei ein Foodblog unterhält, und das habe ich dann flugs mal ausprobiert. In Ägypten ist es ja auch meistens eher warm, wenn dieser Eintopf also da durchgeht, dann geht das wohl auch bei uns klar. 😛

Geschmacklich für gut befunden, leicht abgewandelt und noch ein paar Kartoffeln hinzugefügt, nicht umsonst nennt man Deutsche in manchen Ländern abfällig ‘Kartoffel’, da kann ich dem Klischee auch mal entsprechen, findet sich das Rezept jetzt also auch auf meinem Blog. Ich hoffe, es schmeckt Euch genau so gut, wie mir!

Der einzige Nachteil ist, wenn man überhaupt davon sprechen mag, ist das Eintopf nicht wirklich ein Essen für Ungeduldige ist, denn bis die Beinscheibe wirklich zart genug ist und es einem vorkommt, als kaut man auf nem Autoreifen, geht nun Mal einige Zeit ins Land. Es spricht natürlich nichts dagegen, das Fleisch schon am Tag zuvor zu kochen, eine andere Fleischsorte zu nehmen oder es auch ganz wegzulassen, denn auch ohne Fleisch macht der Eintopf eine gute und schmackhafte Figur. Vor allem, wenn man die nur wenigen und einfachen Zutaten bedenkt.

P.S. Das Rezept sieht eigentlich keine Tomaten vor, sondern nur Tomatenmark, eignet sich aber durchaus auch ideal, um alles an überreifen Tomaten loszuwerden, die man noch so rumfliegen hat. 🙂 Einfach klein schnippeln was man hat und nach dem Anschwitzen der gehackten Zwiebeln mit in die Pfanne geben und dann im Rezept weitermachen wie beschrieben.

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Rind

Guinness-Beef Pie mit Colcannon

Bevor der Frühling dieses Wochenende das erste Mal so richtig aufdreht und wir die Zeit bei Kurze-Hosen-Wetter im Garten vor dem Grill verbringen, gab es gestern noch ein letztes Mal Comfort-Food gegen Kalt und Nass, nämlich einen leckeren Guinness-Beef-Pie mit Colcannon.

Wer damit nichts anfangen kann, das ist ein echt leckerer Spitzkohl-Porree-Kartoffelstampf und auf der Insel eine klassische Beilage zu deftigen Pies. Pie ist natürlich in diesem Fall kein süßer Kuchen, sondern eine Fleischpastete mit Blätterteighaube, ebenfalls ein Klassiker der britischen Küche und um beim britischen Thema zu bleiben, kommt statt Rinderbrühe und/oder Rotwein als Flüssigkeit dieses Mal Guinness zum Einsatz. Wer das nicht auftreiben kann, obwohl man es heute in so ziemlich jedem Supermarkt bekommt, nimmt einfach ein anderes Schwarzbier, Köstritzer Schwarzbier z.B. sollte es so auch ziemlich überall geben.

Die Liste der Zutaten sieht auf der ersten Blick zwar etwas lang aus, kompliziert ist das Gericht am Ende deswegen aber nicht. Es ist halt ein mehr oder weniger klassisches Schmorgericht und braucht halt seine Zeit auf dem Ofen. Bei ganz normalem Gulaschfleisch kann man da durchaus schon einmal mit 3-4 Stunden Schmorzeit rechnen, bis es wirklich schön zart ist. Dafür verliert es dann beim nochmaligen Aufwärmen nicht, ganz im Gegenteil!

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Rind

Deutsches Beefsteak

Ich hör Euch schon reden … “Moooment! Das ist ja gar kein echtes Steak, sondern das ist aus Hackfleisch und eingeweichtem Brötchen. Fancy Name, den Du Dir da ausgedacht hast für ne schnöde Frikadelle!” (oder Bulette, Fleischpflanzerl oder wie man die in Eurer Region auch immer nennt).

Obwohl da natürlich gewisse Ähnlichkeiten bestehen, stimmt das dann aber doch nicht. Also … listen and repeat: Deutsches Beefsteak und Frikadelle ist nicht dasselbe! Deutsches Beefsteak wird grundsätzlich nur aus sehr magerem Rinderhack mit wenig eingeweichtem Brot zubereitet. Es ist kein Schweinefleisch darin und auch kein Ei und das Brät ist normalerweise auch feiner als bei einer Frikadelle, was das Beefsteak nicht so “bröselig” werden lässt, wie es eine Frikadelle meistens ist.

Auch die Form ist ganz typisch, flacher und länglicher mit den für das Deutsche Beefsteak ganz typischen Einkerbungen, mit denen man die Grillspuren eines gegrillten Steaks andeutet. Ich denke, man wollte damals wohl als normale Familie mit eingeschränkten Mitteln und einfacheren Zutaten so gut es geht an das “echte Steak” herankommen, was der wohlhabende Bürger am Sonntag auf seinem Teller hatte. Sei es wie es sei, angeschwenkte Zwiebeln gehören zum Deutschen Beefsteak traditionell immer dazu und oft auch ein Spiegelei.

Und um gleich noch mit einer weiteren Legende aufzuräumen, die man des öfteren liest: Deutsches Beefsteak ist auch keine “Erfindung” aus DDR-Zeiten, auch wenn man das evtl. vermuten könnte. Ich erinnere da einfach nur Mal an das, was man dort als Jägerschnitzel kannte und hoffe, man sieht mir diese Wessi-Sichtweise nach. 🙂 Deutsches Beefsteak gibt es schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts und taucht schon in den Standardkochbüchern der damaligen Zeit, wie z.B. dem Praktischen Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche von Henriette Davidis auf.

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