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Stifado – Griechischer Schmortopf

Stifado - Griechischer Schmortopf

Griechische Küche ist viel mehr als nur Gyros, Tzatziki oder Moussaka und eines dieser heimlichen griechischen Nationalgerichte ist eben Stifado. Ein herzhafter Schmortopf, der traditionell mit Rind oder Lamm, Tomaten und viel Zwiebeln zubereitet wird und durch die eingesetzten Gewürze wie Nelken, Lorbeer, Kreuzkümmel und Zimt herrlich aromatisch schmeckt.

Stifado - Griechischer Schmortopf

Der Name “Stifado”, auf griechisch στιφάδο, stammt vom italienischen Wort “stufato” ab, was übersetzt soviel wie Eintopf oder Schmortopf bedeutet. Venezianische Händler führten das Gericht im 13. Jahrhundert in der Region ein, damals aber noch ohne die heute im Gericht normalerweise immer enthaltenen Tomaten. Denn diese waren zu der Zeit in Europa noch nicht bekannt und wurden erst Jahrhunderte später aus der Neuen Welt eingeführt.

Ein klassisches Stifado besteht aus der gleichen Menge Fleisch und Zwiebeln. Wie bereits gesagt, wird als Fleischsorte normalerweise Rind bzw. Kalb oder Lamm genommen, aber auch Schwein, Kaninchen oder sogar Fisch sind heutzutage gängig. Am besten nimmt man dazu dann Perlziebeln oder auch Schalotten. In Griechenland wird zum Schmoren gerne ein roter Süßwein namens Mavrodaphni genommen. Der ist bei uns nicht ganz so leicht aufzutreiben, ein anderer, möglichst lieblicher Rotwein tut es aber auch und dem Geschmack keinen Abbruch.

Finde zumindest ich, bekanntermaßen ein Nicht-Grieche und deswegen vielleicht nicht die hundertprozentige Autorität, was diese Frage angeht. Griechen mögen mich bitte in den Kommentaren berichtigen! Hoffentlich ist das nicht so schlimm, wie Sahne oder Kochschinken in einer Carbonara zu verwenden. 🙂

Lust auf mehr aus der Abteilung Eintopf und Geschmortes, aber Griechenland ist nicht so Euer Ding? Dann probiert doch einfach mal eines der folgenden Rezepte aus.

Wie Ihr seht ist aus aller Herren Länder was dabei. Oder doch lieber eine Reise nach Griechenland mit einem leckeren Stifado? Dann kommt jetzt endlich das, auf was Ihr sicher schon gewartet habt, nämlich das Rezept! 🙂

Stifado - Griechischer Schmortopf

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Ingredients

  • 750 g Rindfleisch, grob gewürfelt (Schulter oder Nacken)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6 EL Olivenöl
  • 1 große Dose Tomaten in eigenem Saft (850 ml)
  • 4 EL Rotwein-Essig
  • 150 ml lieblicher Rotwein
  • 1 Zimtstange, 2 Lorbeerblätter , 3 Nelken
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 750 g Schalotten
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer

Geflügel

Chicken Stew – Hähnchen Schmortopf

Chicken Stew

Chicken Stew ist Comfort Food vom Feinsten. Saftiges Hühnerfleisch, dazu dann noch ordentlich Gemüse und Kartoffeln in einer schmackhaften Soße. Davon kann ich gar nicht genug bekommen!

Und was mir, neben dem Geschmack natürlich, dieses Chicken Stew so sympathisch macht, ist das es ohne überkandidelte Zutaten auskommt und man auch kein Meisterkoch sein muss, um am Ende ein äußerst schmackhaftes Gericht auf dem Teller zu haben. Das einzige, was ein Stew wie dieses wirklich braucht, ist Zeit. Es ist nunmal ein typisches Schmorgericht und damit nichts, was man erst kocht, wenn einen der Hunger schon überkommt.

Dafür verliert das Chicken Stew beim Aufwärmen aber auch nichts, ganz im Gegenteil. Eine große Portion davon machen und gleich zwei bis drei Tage davon zu essen ist deswegen das, was ich normalerweise mache. Dann lohnt sich auch die Schmorzeit von nicht ganz zwei Stunden auch.

Und wer sich jetzt fragt, warum ich jetzt ein klassisches Schmorgericht nach dem Anbraten im Backofen fertig gare … ich mag einfach die wabblige Haut beim Huhn nicht, die man beim Schmoren im Topf bekommt. Deswegen rein in den Backofen, das Huhn oben rausgucken lassen und am Ende Deckel ab. So kriegt man schön knusprige Haut, fast wie bei Backhähnchen. Wem das egal ist, der kann natürlich einfach alles auf dem Herd machen.

Lust auf mehr Schmorgerichte? Wie wäre es dann mit einem der folgenden Rezepte?

Chicken Stew - Hähnchen Schmortopf

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Serves: 4-5 Cooking Time: 2h

Ingredients

  • 1 EL Olivenöl
  • 1.5 kg Hühnerschenkel
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 4 große Karotten
  • 4 Stängel Staudensellerie
  • 2 EL Mehl
  • 200 ml Weißwein
  • 750 ml Hühnerbrühe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 3 Stiele Thymian (alternativ 1 TL getrockneten Thymian)
  • 2 TL Worcestershire Sauce
  • 2 Lorbeerblätter
  • 600g kleine Kartoffeln

Instructions

1

Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2

Gemüse schälen, die Zwiebeln vierteln, Staudensellerie und Karotten in 2-3cm große Stücke schneiden.

3

Hühnerteile mit Salz und Pfeffer würzen. Bei großen Schenkeln mit viel Rückenstück oder wenn man ein ganzes Hähnchen verwendet, dieses am Besten zerteilen, damit man es leichter handhaben kann.

4

Öl in einem großen Topf oder Bräter erhitzen und die Hühnerteile darin von allen Seiten anbraten. Dann herausnehmen und beiseite stellen.

5

Im Bratfett die Zwiebeln und den Knoblauch anschwitzen, bis die Zwiebeln glasig sind.

6

Die Karotten und den Staudensellerie hinzugeben und alles weiter 2-3 Minuten anbraten.

7

Den Wein hinzugeben und unter ständigem rühren weiterkochen, bis fast keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist und dann das Mehl einrühren.

8

Tomatenmark, Worcestersauce, Brühe, sowie den Thymian und Lorbeerblätter hinzugeben und alles gut einrühren, damit sich das Tomatenmark auslöst.

9

Jetzt die Hühnerteile zurück in den Bräter geben. Sie sollten dabei so viel wie möglich aus der Soße herausschauen, das sorgt für eine schöne krosse Haut.

10

Mit Deckel im Backofen für 45 Minuten bei 180° garen.

11

Ist diese Zeit um, den Deckel abnehmen, die geschälten und halbierten (sehr große Kartoffeln vierteln) Kartoffeln hinzufügen und weitere 40 Minuten im Ofen backen.

12

Nach dieser Zeit sollten die Kartoffeln gar und das Huhn eine schöne krosse Haut haben. Ist die Soße noch zu flüssig, kann man sie noch mit etwas Speisestärke oder Mehl in kaltem Wasser angerührt binden.

Notes

Wer lieber ohne Alkohol kocht, nimmt statt dem Weißwein einfach mehr Hühnerbrühe.